xander parish

Tanz - Logo

Historisch war das sicher einmalig. Xander Parish, Mitglied im Corps de ballet des Royal Ballet, wird vom künstlerischen Direktor des Mariinski-Balletts, Juri Fatejew, eingeladen, ein ständiges Mitglied in St. Petersburg zu werden. Bis dahin hatte Parish nur ein paar wenig herausfordernde Rollen des Londoner Repertoires getanzt. Fatejew, 2008 Gastlehrer am Royal Ballet, sah Parish in seinem Unterricht und versprach ihm die Prinzenrollen.

Es folgte zur Bekräftigung die offizielle Einladung nach Russland, aber der junge Tänzer benötigte noch einige Zeit, den Mut zu entwickeln, die Sicherheiten des Royal Opera House zu verlassen, für das er alles gab. Im Januar 2010 war es dann so weit. Gleich nach seinem Auftritt in Frederick Ashtons «Les patineurs» flog er nach St. Petersburg, ohne ein einziges Wort Russisch in seinem Sprachschatz. Gleich nach der Ankunft wurde er der Besetzung der «Chopiniana» zugeteilt, nicht ahnend, dass er das Ballett schon kannte. In London wird es unter dem Titel «Les sylphides» gehandelt.

Parish ist ein besonderer Tänzer, sehr groß und sehr romantisch, vor allem dann, wenn sein übernatürliches Lächeln im Gesicht blitzt. Seine Linie ist einzigartig. Hebt er den ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 150
von

Weitere Beiträge
Künstler sein

Schöne Aussichten: Gute Ideen und prima Produzenten, mehr braucht man nicht, um Choreografin, Komikerin oder Tanzfilmerin zu werden. Auch wenn es nur den wenigsten vergönnt ist

Intendant

Führt euch selbst an

Direktoren und Choreografen sind doch Amateure. Niemand hat ihnen das, was sie tun, wirklich beigebracht. Natürlich sollte man einige Ahnung von Musik, Architektur, Kos­tüm, Lichtgestaltung haben. Man müsste Anatomie gut studiert haben, um nicht Sachen zu choreografieren, die die Menschen verkrüppeln. Und man sollte als künstlerischer...

Komikerin

Genau, sagt Chloé Maginot: «Patrick Dupond ist ein gutes Beispiel.» Der ehemalige étoile des Balletts der Pariser Opéra stand nach Karriere, Motorradunfall und langwieriger Genesung in einem Musical auf der Bühne. So lange wollte Maginot nicht warten. Nicht, bis sie mit 45 eine Hüftprothese tragen ­wür­de, wegen der Développés. Nicht bis der Konkurrenzkampf...