Wie man Talente macht
Gerade ist er dabei, ein neues Programm für die zukünftige Residenz seiner Kompanie am Königlich Dänischen Opernhaus im Hafenviertel von Kopenhagen zu lancieren. In seiner Funktion als Leiter von Dansk Danseteater, das seit seiner Gründung 1981 auf einen Mix aus Klassik und Moderne setzt, begegnen Tim Rushton viele Tänzerinnen und Tänzer – doch nicht alle eignen sich für das, was Rushton für seine Kompanie vorschwebt. Alljährlich muss er aus vierhundert Tänzern, die an den Auditions für das Dansk Danseteater teilnehmen, eine Auswahl treffen.
«Rund dreihundert dieser vierhundert Leute», sagt Rushton, «sind talentiert. Von diesen dreihundert sind etwa einhundert sehr talentiert. Und von denen wiederum kann ich nur zehn auswählen!» Als Künstlerischer Leiter und Chefchoreograf ist Rushton darauf aus, diesem Nachwuchs seinen Stempel aufzudrücken. Gleichzeitig muss er darauf achten, eine bunte Mischung aus höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten zu gewährleisten. Auch wenn jedes Kompaniemitglied lediglich einen Einjahresvertrag erhält, weisen die Produktionen des Ensembles eine außergewöhnliche künstlerische Kontinuität auf. Am Ende jeder Saison muss der Leiter mit ...
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Tanz Januar 2017
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Charlotte Christensen
Poppy N heißt dieser sehr junge Tänzer, ein kleiner, nur etwa hüfthoch gebauter Kerl. Da steht er, beim «State Festival Berlin», inmitten von Akademikern, die sich mit Emotionsforschung und künstlicher Intelligenz beschäftigen. Sein Schöpfer Théo Segonds vom Institut für Computerwissenschaft INRIA in Bordeaux kennt ihn seit fünf Jahren. Die Intelligenz des...
«Eine Tänzerin in Indien erhält nach der Vorstellung in der Regel eine Gage von 5000 Rupien», so der zeitgenössische Choreograf und Kathak-Tänzer aus Kolkata. Das sind etwas weniger als 70 Euro. Gezahlt wird in bar, und zwar in jenen 1000er- und 500er-Scheinen, die seit dem 8. November ungültig sind. In jener Nacht wurden 86 Prozent des gesamten indischen...
Corps rebelles
Einmal quer durch das 20. Jahrhundert wandern und dabei sechs tänzerische Themenkreise inspizieren – die Ausstellung im Musée des Confluences in Lyon macht’s möglich. Das Haus hat ein halbes Dutzend Künstler damit beauftragt, die einzelnen Sektionen zu kuratieren. So ist etwa Louise Lecavalier für das Virtuosentum zuständig, Raimund Hoghe (siehe...
