wearables
Nachdem wir nicht mehr einen Koffer voller Wecker, Kompass, Schreibmaschine, Landkarte, Kalender, Kamera und dergleichen durchs Leben schleppen, nachdem auch Radio, Spiele, Taschenlampe, Bücher, Platten und die Wetterstation den allerkleinsten Platz im Telefon gefunden haben, rückt der schwer erleichterte Körper selbst in den Fokus. Wo einst die Armbanduhr saß, klebt ein Fitness-Armband. Statt von Kleidung reden wir hochnäsig von «Wearables», dem Tragbaren. Der Unterschied? Früher trug man, was einem gut stand. Heute zählt, was uns besser bewegt.
Nicht nur Sneakers und der Kapuzenpulli mit praktischer Innenbeleuchtung sind Zeichen groß-artiger Mobilität. Der Trend, so die südkoreanische Künstlerin Soomi Park, geht zum «Swing Skirt», dem «Schaukelrock». Wo einseitige Belastungen des Körpers an der Barre oder am Schreibtisch mindes-tens ein Fitness-Studio zur Reparatur benötigen, pendelt dieser Rock den eigenen Körper wie von selbst wieder aus. Denn, so die besorgte Künstlerin: «Oft ignorieren die Leute den körperlichen Stress, was dazu führt, dass wir es unbewusst immer öfter mit der Angst zu tun bekommen.» Gegen diese Angst vor dem Stillstand hilft ihr Rock, der sich beim Aufstehen ...
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Tanz Juli 2015
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Arnd Wesemann
amsterdam_________
julidans
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Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
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Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
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