wearables
Nachdem wir nicht mehr einen Koffer voller Wecker, Kompass, Schreibmaschine, Landkarte, Kalender, Kamera und dergleichen durchs Leben schleppen, nachdem auch Radio, Spiele, Taschenlampe, Bücher, Platten und die Wetterstation den allerkleinsten Platz im Telefon gefunden haben, rückt der schwer erleichterte Körper selbst in den Fokus. Wo einst die Armbanduhr saß, klebt ein Fitness-Armband. Statt von Kleidung reden wir hochnäsig von «Wearables», dem Tragbaren. Der Unterschied? Früher trug man, was einem gut stand. Heute zählt, was uns besser bewegt.
Nicht nur Sneakers und der Kapuzenpulli mit praktischer Innenbeleuchtung sind Zeichen groß-artiger Mobilität. Der Trend, so die südkoreanische Künstlerin Soomi Park, geht zum «Swing Skirt», dem «Schaukelrock». Wo einseitige Belastungen des Körpers an der Barre oder am Schreibtisch mindes-tens ein Fitness-Studio zur Reparatur benötigen, pendelt dieser Rock den eigenen Körper wie von selbst wieder aus. Denn, so die besorgte Künstlerin: «Oft ignorieren die Leute den körperlichen Stress, was dazu führt, dass wir es unbewusst immer öfter mit der Angst zu tun bekommen.» Gegen diese Angst vor dem Stillstand hilft ihr Rock, der sich beim Aufstehen ...
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Tanz Juli 2015
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Arnd Wesemann
Die Anfänge seiner Choreografien schiebt Jefta van Dinther gern lang sam aus einem Nullpunkt heraus: aus der Reglosigkeit, wie einst bei «It’s in the air» (2009), dem Duett des Schweden mit Mette Ingvartsen. Oder aus der Ununterscheidbarkeit der Performer vom streunenden Publikum bei «The way things go» (2011); und diesmal aus völliger Dunkelheit und Stille. Ein...
Tino Sehgal, was bekommen wir im Haus der Berliner Festspiele und im Martin-Gropius-Bau zu sehen? Im Haus der Berliner Festspiele wird «This Progress» gezeigt, das schon im Guggenheim in New York und auf der Agora in Athen zu sehen war. Im Gropius-Bau gibt es eine Art Werkschau im Lichthof und den angrenzenden Räumen. Da gehen meine einzelnen Werke ineinander über,...
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz
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____Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
____Redaktion Hartmut Regitz,
Dorion Weickmann, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
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