Vorschau 10/22
Neue Räume, neue Körper
Outdoor, Streaming, VR, 1:1-Formate – der Tanz hat aus der Corona-Not eine Tugend gemacht und alternative Räume für sich entdeckt. Wohin die Reise geht, welche Dimensionen Choreograf*innen und Tänzer*innen bespielen möchten und wie Identitätsdiskurse auch die Körperbilder in Schwingung versetzen – all das thematisiert unser Jahrbuch 2022
Oona Doherty
Direkt, authentisch, aufrüttelnd – diese Qualitäten kennzeichnen die Choreografien der Frau aus London mit Wohnsitz Belfast.
Ihre Arbeiten entstehen aus dem Geist eines zeitgenössischen Verismus. Und sie heben ab, weil ihre Urheberin niemals abgehoben denkt. Ein Porträt
Carlo Blasis
Ohne ihn wäre kein Petipa, kein Balanchine, kein Forsythe denkbar: Carlo Blasis, vor 225 Jahren geboren, gehört zu den historischen Großdenkern des Balletts – und war zudem ein Wegbereiter der Abstraktion
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Tanz Oktober 2022
Rubrik: Vorschau, Seite 72
von
Marco Goecke gibt sich gelassen. Eine Ohreninfektion, deretwegen er in der letzten Spielzeit die Premiere von «A Wilde Story» hat verschieben müssen, ist ausgeheilt. Dass er, Choreograf und Direktor des Staatsballetts Hannover, nun mit dem «Deutschen Tanzpreis» geehrt wird, gibt seiner Arbeit sicher weiter Auftrieb. Aus gegebenem Anlass ein Gespräch über gestern,...
Reinhild Hoffmann wird in einem Atemzug genannt mit Pina Bausch, Johann Kresnik, Gerhard Bohner und Susanne Linke, wenn es darum geht, das deutsche Tanztheater zu beschreiben. Obwohl es sich um extrem individuelle künstlerische Positionen handelt, gibt es doch viele Gemeinsamkeiten, die diesen Begriff «Deutsches Tanztheater» bis heute wirkmächtig machen. Wie keine...
MAYERLING
1978 feierte «Mayerling» Premiere am Royal Ballet, eine Choreografie von Kenneth MacMillan zur Musik von Franz Liszt, die den Tod von Rudolf, Kronprinz von Österreich-Ungarn, 1889 zum Thema hat. Bis heute ist der Abend ein Klassiker des Handlungsballetts, auch wenn der etwas komplizierte historische Bezug einige Konzentration erfordert. Heute kann man...
