To a simple, rock'n'roll ... song
Wenn man sich dem Londoner Barbican Centre von der falschen Seite her nähert, nämlich von Süden, wandert man gefühlte zwei Stunden durch ein einförmiges, in Beton gegossenes Hochhaussiedlungslabyrinth, das einen sehr loriothaften Eindruck vermittelt vom Wohntraum der 1960er-Jahre. In Londons gentrifizierter Stadtmitte hier und heute leben zu dürfen, ist für viele sicher ein Glücksfall.
Folgt man den durchaus sparsam angeordneten kleinen weißen Schildern, die das Barbican verheißen, empfängt einen das Kunst- und Kulturzentrum im innenarchitektonischen Retro-Schick eines braun-orangefarbenen Parkhauses, das immerhin bereits die 1970er-Jahre erahnen lässt.
Michael Clark ist assoziierter Künstler der Institution, also wird hier seine neue Produktion gezeigt. Sie heißt, nach einer Liedzeile von Patti Smith, «to a simple, rock ’n’ roll ... song». Der Anlass: Clark hat sich, nachdem er 2014 eine Ehrenauszeichnung der Queen für seine Verdienste um den Tanz erhalten hatte, in eine Phase der «Introspektion» begeben, wie das Programmheft britisch-zurückhaltend bemerkt. Nun ist der Choreograf aber wieder da und unternimmt in Form des neuen Stücks eine Retrospektion: Es geht um Choreografen, ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 12
von Susanne Foellmer
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Möge das neue Jahr so dynamisch werden wie Ismael Lorenzos Aufnahmeserie vom Basler Ballett (bei biderundtanner.ch), alternativ so elegant wie Marco Goeckes «Nijinski», den Regina Brocke für den Kalender von Gauthier Dance porträtiert. Nur dort, d. h. im Theaterhaus Stuttgart, ist der Kalender erhältlich.
Das Ballett Augsburg posiert derweil als «Kunst-Werk-Tanz»...
Einen Tag nach der Präsidentenwahl in den USA hat der Haushaltsausschuss des Bundestags sich auf den Haushaltsentwurf 2017 geeinigt. Mit dabei: zusätzliche 280 Millionen für die Kultur, bis zum Jahr 2020 sollen es 660 sein. Das meiste davon dient dem Erhalt von Immobilien. Aber auch 5,63 Millionen für den Tanz sind eingeplant, verteilt auf die nächsten fünf Jahre....
