Form and Flow
«Alles, was zählt, ist Neugier.» Bonnie Bainbridge Cohen sagt‘s und lockt in die Historie des Wachsens und Werdens. «Fühle die Form, begreife die Geschichte und den Flow» – und schon wirst du hineingesogen in eine Welt der Wunder: die Entstehung und Transformation der ureigenen Existenz. Da jede Zelle bei ihrer Entstehung mit einem persönlichen Marker gekennzeichnet wird, entblättert sich in Zeit und Raum ein individueller Kosmos. Die Entwicklerin der somatischen Praxis Body-Mind Centering (BMC) öffnet ihn für uns. «Jede Zelle weiß: Das bin ich. Das Wissen ist da.
Wir müssen uns nur erinnern.» Was dann geschieht, könnte man eine weise Art von Selbstoptimierung, ja Selbstwiedererkennung nennen.
Nur die Erfahrung zählt
Um derlei mirakulöses Körperwissen zu verbreiten, düst Bainbridge Cohen seit acht Monaten um den Globus, mit einem Zeitplan wie ein Opernstar, doch ohne die kleinste Faser einer Allüre. Sie reist mit offenem Visier, und sie wird für ihr vorurteilsfreies Sein verehrt, weil sie – unprätentiös – ihr Wissen auf pure Erfahrung zurückführt. Nur die zählt für sie. Manches deckt sich mit wissenschaftlicher Forschung, einiges geht weit darüber hinaus. Die Titel ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Irene Sieben
Renato Zanella, von September 2011 bis Dezember 2015 haben Sie das Griechische Nationalballett in Athen mitten durch die Finanzkrise geführt. Wie hat das funktioniert?
Ich habe der ‹guten› Wiener Schule unter dem Staatsopern-Intendanten Ioan Holender in dem Zusammenhang einiges zu verdanken. Denn da gab es stets harte Verhandlungen, es musste um jeden Cent...
Sie wollen am Goethe-Gymnasium in Regensburg den Tanz im Lehrplan verankern, warum?
Bewegung und Lernen gehören zusammen. Das ist auch wissenschaftlich bewiesen. Da es Tanz als Unterrichtsfach in Bayern nicht gibt, habe ich zusammen mit unserem Deutschlehrer Stephan Roggenbuck ein Curriculum für unsere Tanzklassen am Goethe-Gymnasium entwickelt. Das Tanzen in...
Balanchine: New York – Paris
Auf den ersten Blick sieht das Programm zusammengewürfelt aus. Sobald man aber etwas genauer hinschaut, noch besser: hinhört, merkt man die Absicht – und ist keineswegs verstimmt. Im Gegenteil: Alle vier Choreografien George Balanchines, mit denen das New York City Ballet diesen Sommer im Théâtre du Châtelet gastierte, haben etwas...
