«Face In» von Yasmeen Godder, Candoco Dance Copmany. Foto: Hugoo Glendinning
Tagung
Seit Jérôme Bel und das Theater Hora mit «Disabled Theater» international für Aufsehen sorgten, ist das Thema Inklusion endgültig im Tanz angekommen. In Europa hat Großbritannien die Nase vorn, dank Candoco, der 1991 gegründeten Company, in deren Reihen Menschen mit und ohne Behinderung tanzen. Zum Auftakt der Tagung «Tanz Körper Erweiterung – Stretching the Physicality of Dance», die tanzfähig e.V.
, der Dachverband Tanz Deutschland und das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz in den Berliner Uferstudios ausrichteten, skizzierte Candocos Managerin Joanne Lyons Profil und Mission der Truppe.
Lyons stellte eines sofort klar: «Wir machen Kunst.» Also keine Sozialarbeit, keine Therapie, wiewohl sich beides als Nebeneffekt ergeben kann. Nicht aber muss. Dieser Anspruch eint alle Projekte, die sich – in jeweils fünfminütigen Kurzrunden – präsentierten und dabei deutlich machten, wie groß die Palette dessen ist, was als «Erweiterung» das Tanzfeld arrondiert. Da ist die Performance grauhaariger Ladys ebenso vertreten wie der Rollstuhl-Rap oder der Pas de deux mit Krücke.
Selbige gebraucht etwa Tanja Erhart, die etliche Jahre bei Candoco unter Vertrag war und nun freischaffend unterwegs ...
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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Dorion Weickmann
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