Sinn für Richtung
Sinn für Richtung. Oder Wissen um die Richtung? Auch Wesen der Regie. «A sense (essence) of direction» ist mehrdeutig. Für Choreografen und Lebenskünstler formuliert der Satz ein Überlebensprinzip. Doppelsinnige, dialektische, irreführende und Markierungen setzende Botschaften adressieren Thomas Plischke und Kattrin Deufert an die Zuschauer in ihrer auf Kampnagel uraufgeführten Klang-, Körper- und Tanz-Installation «Anarchiv #1: I Am Not a Zombie».
Die Anarchisten gegen konventionelles Tanztheater und ihre Koperformer – der skurril spillerige Dramaturg Jeroen Peeters (Brüssel) und der philosophierende, gedanklich wendig Haken schlagende Rhetoriker Marcus Steinweg (Berlin) – locken sie in das Archiv ihrer Begriffsnetze und Bewegungscodes, nehmen sie mit in ein choreografisches Labyrinth. Auf einen Tanz über den vermeintlich festen Boden dessen, was wir (gewohnheitsmäßig, uns fragliche Sicherheit vortäuschend) Subjekt, Kunst oder Realität nennen.
Tappen im Dunklen. Die Unschuld der nackten Körper. Langsam nehmen die Schatten Gestalt an, erobern sich den Raum. Dann hängen die Performer unter dem matt leuchtenden «Himmelszelt» Tafeln mit Wörtern und Sätzen in das Gespinst von Fäden. ...
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die giselle
des Königlich Dänischen Balletts gastiert an der Semperoper in Dresden. Getanzt wird die Titelrolle von der Ersten Solistin in Kopenhagen, Gudrun Bojesen. Die von Nikolaj Hübbe eingerichtete Schau stiehlt ihr ein Pas de deux, bestehend aus Ihrer Majestät Königin Margrethe II. von Dänemark und Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Benedikte....
Was hat die Maniküre mit den liturgischen Ges-ten eines Bischofs gemeinsam, was soll ein Pferdedoktor mit einem Kampfpiloten gemein haben, was eine Goldschmiedin mit einem Plakatekleber? Alle lieben ihren Job. Alle üben ihn mit Hingabe aus, und alle tun es geschickt mit ihren Händen. Darum heißt das, was einst eine Kunst genannt wurde: Handwerk.
Pascale Houbin...
Von zwei Auftritten in München und Stuttgart abgesehen, kennt ihn in Deutschland kein Mensch. Das könnte sich bald ändern. Acosta, als einziger Tänzer bei Decca unter Vertrag, möchte mit seiner Show «Tocororo» gastieren, auch Auftritte à la «Don Quixote» schließt er nicht aus. Womöglich kommt er sogar ins Kino. Ein Spielfilm, basierend auf seiner Autobiografie, ist...
