Bücher
Bücher die Tänzer interessieren, sind oft gar nicht für Tänzer geschrieben. Sie tragen Namen wie Teaching Classical Ballet, doch für eingefleischte Ballettlehrer wirken sie eher wie Handbücher für Neueinwanderer oder Haftentlassene. From scratch, zu nah am Allerselbstverständlichsten, schreibt John White, ein Ballettpädagoge kubanisch-russischer Schule, als dass diese Lektüre auch nur einen Lehrer interessiert.
Für Tänzer dagegen ist das Buch schon deshalb lohnend, weil da Sachen drin stehen wie, dass ein guter Lehrer seinen Schüler niemals beleidigen und ihm keinen Schaden zufügen soll. Whites Buch (bei upf.com) ist ein Lesevergnügen für die, die an der Stange stehen und ihren Lehrer korrigieren wollen. Hier ist die Chance dazu.
Amüsiert blättern kann man im Werk von Isabelle Alena Spielberger. Ihr Notizbuch Der Tänzer als Tanzpädagoge (bei bod.de) duzt den Leser notorisch. Nur warum? Die selbstgestrickte Pädagogin erzählt, dass man sich vor dem Training aufwärmen soll. Aber wem? Nicht dem Tänzer, wie im Titel angedeutet, sondern einem Publikum, das wohl jünger als 15 Jahre ist. Warum gibt sie das nicht zu?
Ein ganz anderes Kaliber ist die Tanzmedizin in der Praxis von Liane Simmel ...
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Sie sind schon so oft erzählt worden, die Geschichten von Drogen-Cocktails und Entziehungskuren. Michael Clark, die Punk-Rakete des Balletts, heiratete 1989 den Choreografen Stephen Petronio. Zur Besiegelung ihrer Beziehung trieben sie es in einer Londoner Galerie live vor geladenem Publikum. Der Ballerino als Punk, das war mal große Fallhöhe: Ein hochbegabter...
Pina und ihr Dramaturg. 1977 habe ich zum ersten Mal ein Stück von Pina gesehen, «Blaubart». Danach kamen ihre «Macbeth»-Paraphrase «Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloß, die anderen folgen» und «Kontakthof». Zu der Zeit schrieb ich viel über Theater und schlug der Zeitschrift «Theater heute» 1979 einen umfangreicheren Text über Pinas Arbeit vor....
100 Millionen fließen aus dem Konjunkturpaket II in die Kultur. Nur bei der Kunst kommt nichts an. Konjunkturpakete sind das Verdienst derjenigen, die man in Deutschland etwas geringschätzig «Lobbyisten» nennt. Man sollte sie nicht unterschätzen. Die Höhe der Agrarsubventionen legen nicht nur Politiker fest. Die Abwrackprämie ist keine Erfindung der Kanzlerin,...
