shadowland
eit vier Jahrzehnten hält sich dieser Pilz und entwickelt sich gerade zu großer Form. Eigentlich ist er winzig. Das Schwammerl Pilobolus wächst auf Mist und wirft sein pillenförmiges Hütchen weit von sich in Richtung Sonne. Der Name «Pilobolus», den sich die Gruppe 1969 gab, riecht nicht nur nach Humor und Überlebenstaktik, sondern trägt auch die Beweglichkeit, das überraschende Moment und die Nähe zur Natur mit sich.
Das ewige Kollektiv
Im Büro in Neuengland steht so ein Pilobolus herum, vergrößert, als zarte handliche Skulptur.
Ein Geschenk: ein paar dünne kurvige Stengel mit je einem blasenhaften Kopf drauf. Fast würde man diese Kreation oder Kreatur übersehen auf dem Schreibtisch zwischen all den anderen glitzerigen Dingen, die für Auszeichnungen stehen. Urkunden hängen an der Wand, die munter gepflastert ist mit Postkarten und Fotos. «Hier», sagt Ko-Direktor Michael Tracy stolz zur neuesten Plakette, «den ‹Dance Magazine Award› hat vor uns noch nie ein Kollektiv bekommen.»
Sie haben es tatsächlich geschafft, diesen Gemeinschaftsgedanken aus den Sechziger-Siebzigern bis heute zu erhalten, nachdem sie sich zu viert am Dartmouth College in New Hampshire zusammentaten. Sie ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2011
Rubrik: produktionen, Seite 18
von Melanie Suchy
musik
Traditionell ist es der Choreograf, der ein Musikstück entdeckt oder in Auftrag gibt und dann etwas darauf choreografiert.
Das ist beileibe kein schlechter Ansatz.
musik
Ganz egal, was für Musik oder Klänge du dir zum Arbeiten aussuchst: Das Wichtigste ist, dass du dir Gedanken machst über die relative Gewichtung dessen, was wir am Ende zu sehen und zu hören...
...ist kein Tor zum Tanz. Aber inmitten des diesjährigen nationalen Wettbewerbs der bildenden Künstler gibt es eine Ausnahme. Die Kompanie BADco. aus Zagreb wurde eingeladen, den kroatischen Pavillon gemeinsam mit dem Konzeptkünster Antonio G. Lauer (Künstlername: Tom Gotovac) in eine Hinterbühne zu verwandeln. Den behauptet sie als den «negativen Raum» der...
Einen Film nachspielen, das tun Filme auch selbst, Theaterregisseure oft, Kinder sowieso. Dabei ist es ja eigentlich das Kino, das so tut, als spiele es echtes Leben nach. Da gibt es also schon ein lustiges Hin und Her. Dazu kommt das Nachdrehen von Kinofilmen oder einzelner Szenen mit Hobbymitteln, um dann zu behaupten, das sei eine neue, eben schwedische Version...
