handbuch für choreografen 9
musik
Traditionell ist es der Choreograf, der ein Musikstück entdeckt oder in Auftrag gibt und dann etwas darauf choreografiert.
Das ist beileibe kein schlechter Ansatz.
musik
Ganz egal, was für Musik oder Klänge du dir zum Arbeiten aussuchst: Das Wichtigste ist, dass du dir Gedanken machst über die relative Gewichtung dessen, was wir am Ende zu sehen und zu hören bekommen: Laute Musik deckt kleine Bewegungen zu, und Klänge beherrschen häufig die gesamte Atmosphäre.
Mit der Musik oder den Klängen, die du verwendest, kannst du unter Umständen den Charakter eines Stücks komplett verändern (man denke etwa an Filme).
Ist es die Atmosphäre der Musik oder der Klänge selbst, die du anstrebst? Oder existiert darunter noch eine andere, zartere, jedoch nicht weniger kraftvolle Atmosphäre, die Gefahr läuft, erstickt zu werden?
musik
Choreografierst du zu einer Musik, so kannst du das relative Gewicht deiner Bewegungen exakt nach der Stärke der Klänge ausrichten, die wir hören werden.
Akustische Rhythmen verarbeitet unsere Wahrnehmung anders als visuelle Rhythmen. Der Rhythmus, den du hörst, wirkt stärker als der Rhythmus, den du siehst.
Eine Möglichkeit, die Kraft der Musik und die Kraft der ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Jonathan Burrows
Einen Film nachspielen, das tun Filme auch selbst, Theaterregisseure oft, Kinder sowieso. Dabei ist es ja eigentlich das Kino, das so tut, als spiele es echtes Leben nach. Da gibt es also schon ein lustiges Hin und Her. Dazu kommt das Nachdrehen von Kinofilmen oder einzelner Szenen mit Hobbymitteln, um dann zu behaupten, das sei eine neue, eben schwedische Version...
Alvin Ailey wäre nicht so präsent in Europa, wenn es ihn nicht gegeben hätte: Michael Brenner, Gründer und zuletzt einer der vier Geschäftsführer von BB Promotion. Er hat sich, dem Ratschlag seines Agentenfreunds Paul Szilard vertrauend, für den amerikanischen Choreografen stark gemacht und nicht nur für das Alvin Ailey American Dance Theater, sondern auch für...
Für eine Autobiografie fehlte ihm die Zeit. Aber Zeugnisse seiner Freundschaft gibt’s zuhauf. Ria Schneider hat nicht wenige davon gesammelt und im großzügig ausgestalteten Buch «Erinnerungen an José de Udaeta» zu einer Dankesgabe gebunden. Von Brita Adam bis Tomás Zybura reicht die Liste von insgesamt 88 Autoren, die mal beredt, mal weniger beredt Auskunft geben...
