Selbstbewusst
In der Ankunftshalle am Dortmunder Hauptbahnhof ist meine Verabredung trotz des geschäftigen Treibens leicht zu identifizieren – und nicht zu übersehen. Mit 1,92 Meter fällt Jaš Otrin schon wegen seiner Größe auf. Dazu hat er sich, eine Säule im Rücken, mitten im Raum platziert und man erkennt an seiner augenfälligen Körperhaltung gleich den Tanzsolisten, auch 20 Jahre nach dem Ende der aktiven Karriere. Dabei ist Dortmunds neuer Ballettintendant längst ein erfolgreicher Geschäftsmann in Sachen Tanz. Die Künstleragentur OtrinArtManagement GmbH gründete er schon 2010.
Otrin trägt einen grauen Businessanzug und verhält sich in jeder Hinsicht unkompliziert und entgegenkommend. Zweimal hat er eine Terminverschiebung möglich gemacht, holt die Journalistin vom Bahnhof ab und jetzt hat er die einstündige Verspätung (wegen Zugausfalls) quasi kompensiert: Der Weg vom Bahnhof zum Theater entfällt, weil der Slowene im Hotel nebenan mal eben einen ruhigen Raum fürs Interview klargemacht hat. Er organisiere gern, sagt er und lächelt. Otrin wirkt entspannt. In einem abgelegenen, menschenleeren Bereich der Hotellobby erzählt er, mitunter elegant gestikulierend, von seinen Plänen. Jaš Otrin, die ...
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Rubrik: Menschen, Seite 24
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