Perfect match

2021 kamen sie nach München und legten – blutjung – einen steilen Aufstieg hin. Jetzt ziehen Margarita Fernandes und António Casalinho weiter nach Wien. Ein Abschiedsgespräch

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Er liebt Quentin Tarantino, sie Filme aus dem «Disney»-Kosmos. Er isst am liebsten Hase, sie könnte sich von Eiscreme ernähren. Er möchte gerne Klavier lernen und interessiert sich brennend für Physik. Sie ist eine passionierte Handarbeiterin, «weil ich da am besten nachdenken, entspannen kann – wo wir sonst eigentlich immer auf Adrenalin sind». Seine wichtigste Lektüre war «O Segredo de Espinosa», der Roman eines portugiesischen Autors über den Philosophen Baruch de Spinoza.

Sie hat den Bestseller «Atomic Habits» verschlungen – deutscher Titel: «Die 1%-Methode – minimale Veränderung, maximale Wirkung». Bis hierher hört sich das beim Treffen im holzgetäfelten Besprechungsraum des Münchner Balletthauses eher nicht so an, als wären Margarita Fernandes und António Casalinho ein perfektes Match. Aber die Frage – «lieber ans Meer oder in die Berge?» – beantworten beide ebenso unisono wie die nach ihrer Traumdestination: Die Wahl fällt aufs Wasser (auch wenn er seine Gefährtin noch mal kurz von der Seite mustert, ehe er sein Votum abgibt) – und auf Brasilien. Dahin nämlich reisen sie nach Saisonende, wenn der Abschied von München, von den Kolleg*innen und den Zuschauer*innen ebenso ...

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Tanz August/September 2025
Rubrik: Menschen, Seite 28
von Dorion Weickmann

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