Sasha Waltz
Sasha Waltz musste eine für dieses Frühjahr geplante Produktion streichen. Gastspielreisen in alle Welt fanden ohne sie statt. Vom Garten der Lüste keine Spur mehr. So heißt das DVD-Portrait der glücklichen Choreografin, das bei www.gmfilms.de/shop für 14,95 Euro erhältlich ist. 15 Jahre ist ihre Kompanie nun alt. Im Herbst wird sie wieder arbeiten, nicht in riesigen Dimensionen, sondern klein, fragmentarisch, vom eigenen Körper aus. Erfolg sei etwas Großartiges, sagt Sasha Waltz, aber dass der Kunstmarkt ständig drohe, von ihr Besitz zu ergreifen ...
sie müsse sich zurückbesinnen auf das, was ihr selbst am nächsten sei.
Die Krise. 2006, nach ihrem von vielen Querelen begleiteten Weggang aus der Schaubühne, gründete sich Sasha Waltz & Guests neu. Seitdem ist die Kompanie, die von ihrem 4-Millionen-Euro-Etat mehr als sechzig Prozent selbst erwirtschaftet, chronisch unterfinanziert. Zum Vergleich: Ähnlich aufgestellte Truppen von William Forsythe und Pina Bausch erwirtschaften 25 Prozent ihres Etats, die meisten Berliner Theater um die 15 Prozent. Nicht nur sie selbst, auch ihre Tänzer und Mitarbeiter seien an eine Grenze gelangt.
Was fehlt: ein deutliches Signal der Berliner ...
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