Saarbrücken
«Wenn unser Wohlstand auf der Welt Leid produziert, gehört dieses Leid dann uns?» Von provokantem Zynismus ist diese Frage, die antwortlos mehrfach ans Publikum gerichtet wird und in der sich das Thema von Martin Stiefermanns «Heimatfront» verdichtet. Schon die erste Szene vermittelt die Botschaft, dass wir die kriegerischen Folgen unseres Lebensstils zwischen unfairem Kaffee und Sweatshop-T-Shirt verdrängen: faul auf dem Sofa hockend, überfressen-gelangweilt und vom hyperbunten Warenangebot fast verschluckt.
Genau wie die drei Performer von MS Schrittmacher, die sich auf dem Aufblas-Sofa fläzen.
Eingebettet ist «Heimatfront» in eine durch das Doppelpass-Programm der Bundeskulturstiftung geförderte Recherche-Reihe mit Diskussionen und Performances zum Verhältnis von Krieg und Kapitalismus, «Quo Vadis, Bellum?». Höhe- und Endpunkt wird im Juni eine Premiere am Saarländischen Staatstheater sein. Trotz der Diskursverankerung wirkt der performative Zwischenstand, gesehen am Theaterdiscounter in Berlin, (noch) zu kurz gedacht und bebildert – plakativ wie der Titel, der eher unreflektiert einen Propagandabegriff aus dem Ersten Weltkrieg recycelt: Da wird eine artig zweisame ...
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Auditions
The ballet company of Tiroler Landestheater, Innsbruckis looking for dancers (f/m) for the season 2017/18
Audition (by invitation): 22, 23 April
Send a current CV and stage picture to: Tiroler Landestheater, Rennweg 2, A-6020 Innsbruck, Martine Reyn
ballettdirektion@landestheater.at
Das Tanztheater am Staatstheater Kassel
sucht zeitgenössische Tänzer...
Ricardo Fernando trägt die brasilianische Sonne im Herzen. Wenn auf seiner Stirn düstere Wolken aufziehen, ist die Lage ernst. Am Theater Hagen ist die Lage ernst: Intendant, Generalmusikdirektor, Jugendtheaterleiter und mit Fernando nun auch noch der Ballettdirektor und Chef-Choreograf gehen zum Spielzeitende (tanz 12/16 und 1/17). Der 46-Jährige übernimmt in...
