Rekonstruktion der Zukunft

Einen Monat lang erinnert das Festspielhaus Hellerau in Dresden an zwei Neuerer: Adolphe Appia und Alexander von Salzmann revolutionierten hier die Bühne

Tanz - Logo

Das Europäische Zentrum der Künste Hellerau hat sich in den vergangenen Jahren als eines der wichtigsten interdisziplinären kulturellen Zentren Deutschlands etabliert. Internationale Akteure aus Tanz, Theater, Musik, Medienkunst und Performance treten im Festspielhaus auf. Seit 2009 wird es von Dieter Jaenicke geleitet, dem nächstes Jahr Carena Schlewitt nachfolgen soll. Samstags unterrichtet die aus New York stammende Jenny Coogan 60+-Schüler und Schülerinnen in Tanz.

Resident Artists der Bereiche Tanz und Performance, Musik und Bildende Kunst können zwei Monate im Seitengebäude West, dem ehemaligen Kasernenflügel, wohnen und die Probebühne sowie die Probestudios nutzen – wenn nötig auch die große Bühne. Unter dem zusammenfassenden Begriff des Refugee Art Center (RAC) arbeiten außerdem Initiativen von und mit Geflüchteten – darunter seit einigen Jahren im interkulturellen Garten Golgi Park. Man sollte schließlich nicht vergessen, dass die Siedlung Hellerau eine Gartenstadt ist!

Wenn am 17. Oktober das Projekt «Rekonstruktion der Zukunft» be-ginnt ­­und vier Wochen lang versucht wird zu zeigen, was man alles aus der legendären Vergangenheit des Festspielhauses lernen kann, dann ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2017
Rubrik: Traditionen, Seite 52
von Stephanie Fezer

Weitere Beiträge
Paris: Boris Charmatz «10 000 Gesten»

Die «Weltpremiere» dieses Tanzwerks fand im September statt, zur Eröffnung der Berliner Volksbühne auf dem Tempelhofer Feld. Die «Uraufführung» erfolgte deutlich früher, Mitte Juli, bei dem auf Großproduktionen spezialisierten «Manchester International Festival» in einer ehemaligen Industriehalle. In Englands Norden hatte der neue Tanzbereichsleiter der Volksbühne...

Tagung

Seit Jérôme Bel und das Theater Hora mit «Disabled Theater» international für Aufsehen sorgten, ist das Thema Inklusion endgültig im Tanz angekommen. In Europa hat Großbritannien die Nase vorn, dank Candoco, der 1991 gegründeten Company, in deren Reihen Menschen mit und ohne Behinderung tanzen. Zum Auftakt der Tagung «Tanz Körper Erweiterung – Stretching the...

Rhein-Main

Die freie Tanzszene im Rhein-Main-Gebiet konzentriert sich – mit einer Ausnahme, von der noch zu reden sein wird – auf Frankfurt. Und daran, dass die Stadt am Main eine Tanzstadt ist, besteht kein Zweifel: Dreißig Jahre lang hat mit William Forsythe einer der wichtigsten zeitgenössischen Choreografen hier gelebt und gewirkt, erst als Chef des Balletts Frankfurt,...