Rafaële Giovanola «Hybridity»

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Hybrid, den Begriff mag man vor lauter Hype nicht mehr hören. Fantasiert man sich noch Hydro und Hybris dazu, hat man die Fische vor Augen, die vor Urzeiten an Land krochen. «Hybridity» also nennt die Bonner Company CocoonDance, die im Theater im Ballsaal residiert, häufig mit dem Theater im Schweizer Monthey kooperiert und viel tourt, eines ihrer neuen Stücke. Es schließt, gemäß seiner altsprachlichen Betitelung an «Momentum» und «Vis Motrix» an, das wummernde Männertrio und das wunderlich zu ebener Erde verkrampfte Frauenquartett.

Tatsächlich wirkt es, als seien die insektoiden Wesen aus «Vis Motrix» von horizontal auf vertikal geklappt worden. Sie stehen nun auf zwei Beinen statt auf vieren. Was passiert dann mit den Vorderbeinchen? Sie sind das Geheimnis oder der evolutionäre Irrweg hier, der (ein wenig) vorhersehbare Witz, der sich am Ende entfaltet. 

Hart beleuchtet, soft benebelt erscheint der wie aus Stein gehauene Tänzerpulk in der hinteren Bühnenecke, schiebt sich entsprechend sehr langsam in den Raum. Es zittern und knicken die Knie. Kleine Ausschläge, Klicks, Kicks. Auch die Füße, mal flach, mal mit erhobenen Fersen, regen sich und transportieren die Körper, erst als ...

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Tanz März 2021
Rubrik: Kalender, Seite 32
von Melanie Suchy

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