Public Relations

Öffentlichkeitsarbeit – eine Schattenkunst soll dafür sorgen, dass die Kunst nicht unter ihrer Vermittlung leidet.

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Die Beziehung eines Theaters zur Öffentlichkeit ist nur selten sehr intim. Das Publikumsgespräch nach einer Vorstellung bildet mitunter das Maximum an Nähe zum Zuschauer, die ein Choreograf zulässt. Der Künstler zum Anfassen dient quasi als Bonus-Track dafür, dass bis zum Publikumsgespräch tatsächlich alles getan wurde, damit überhaupt ein Publikum da ist. Denn warum der Zuschauer kommt, ist bis heute ein Rätsel. Wie zahlreich er erscheint, scharen- oder tröpfchenweise, daran war früher das Wetter Schuld. Heute ist es die Schuld der Öffentlichkeitsarbeit.

Das Parkinson’sche Gesetz

Je mehr ein Theater oder eine Kompanie auf Publikum angewiesen ist, desto eher regiert das Parkinson’sche Gesetz. Das geht, aufs Theater übertragen, so: Der Anteil des Personals steigt in den Bereichen, die nichts mit Kunst zu tun haben, im Schnitt um sechs Prozent pro Jahr, egal, ob mehr oder nichts zu tun ist, während für die eigentliche Kernaufgabe des Theaters, die Kunst also, das Personal stagniert oder sinkt. Dagegen wird so lange nichts unternommen, wie man das Kerngeschäft eines Theaters nicht über die Kunst definiert. Geht es um Platzausnutzung, vermehren sich also entgegengesetzt proportional zu ...

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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Vermittler, Seite 58
von Arnd Wesemann

Weitere Beiträge
sasha waltz

Bis heute ist sie frei, muss jedes Jahr um ihren Etat kämpfen und deshalb ein dichtes Netz von Koproduktionen spinnen. Was bei ihr heißt: permanent über den eigenen Tellerrand zu blicken. Sie hat allein in dieser Spielzeit zwei zeitgenössische Opern als Tanzmusikstücke choreografiert und inszeniert: «Passion» ihres Komponistenfreundes Pascal Dusapin in Paris und...

oleksandr stoianov

Von Rudolf dem Großen (alias Nurejew) geht die Sage, er habe rücklings seine Pomuskeln spielen lassen, sobald der Publikumsblick etwas zu lang auf der jeweiligen Ballerina verweilte. Der erotische Mehrwert des Hinternspektakels soll dem Vernehmen nach jede noch so verführerische weibliche Rundung in den Schatten gestellt haben. Nicht von ungefähr kommt einem genau...

Tanzfotografen

Marcia Breuer, wie und warum wird man Tanzfotograf?
Ich habe die Berufsausbildung zur klassischen Tänzerin in Stuttgart absolviert und einige Jahre im Beruf gearbeitet. Zum Ende meiner tänzerischen Laufbahn hatte ich bereits zu fotografieren begonnen und bekam die Möglichkeit, an einigen Programmheften des Stuttgarter Balletts fotografisch mitzuarbeiten. Hieraus...