Nordhausen, Rudolstadt: Ivan Alboresi «Ein Sommernachtstraum»

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Auf der einen Seite Plattenbauten, auf der anderen eine historische Parkoase, und genau dazwischen schmiegt sich das neoklassizistische Theater von Nordhausen. Gut 42 000 Einwohner hat die Stadt am Südrand des Harzes und schafft es doch, in Kooperation mit Rudolstadt einen Drei-sparten-Spielbetrieb auf die Beine zu stellen, ja mehr noch: am Leben zu halten. Eine famose Leistung, die belohnt wird. Weil das 1917 eingeweihte, 1945 zerstörte und zu DDR-Zeiten wiederaufgebaute Theater ganz offensichtlich geliebt wird, von Alt und Jung, von lokalen Freaks, Kulturfexen und ganzen Familienverbänden.

Am Nachmittag eines frühwinterlichen Feiertags strömt alle Welt in den getanzten «Sommernachtstraum» und beklatscht ihn zuletzt stürmisch.  Denn die Aufführung, die Ivan Alboresi mit einem Dutzend Darsteller in Szene setzt, ist eine luftige, liebevoll arrangierte Best-of-Shakespeare-Montage, die das Loh-Orchester Sondershausen mit einem ebenso putzmunteren musikalischen Rahmen versieht.

Allerdings gilt für Alboresis Fassung, was auf so viele choreografierte «Mittsommernachtsträume» zutrifft: Wer den Plot nicht kennt, der mag sich an den Bildern, Ideen und irrwitzigen Volten erfreuen, kriegt ...

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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Kritik, Seite 44
von Dorion Weickmann

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