Nicht Asche anbeten
Annette von Wangenheim, «Feuer bewahren – nicht Asche anbeten», Ihr Filmporträt von Martin Schläpfer, besticht durch einen Fluss ästhetischer, ruhiger Bilder. War das Herstellen auch so ein entspannter Hochgenuss?
Es war ein komplexes Projekt über vier Jahre. So einen Marathon durchzuhalten, bedeutet immer extreme Anstrengungen. Aber die Zusammenarbeit mit Schläpfer, ja, sie war grandios – künstlerisch und menschlich. Er hat seine Tanzwelt vor uns ausgebreitet, und die ist ja auch ästhetisch und ruhig.
Natürlich nicht nur, in seinen Balletten gibt es genauso explosive Energie, Brüche und Tiefen. Hierfür wollte ich eine adäquate filmische Form finden, denn gerade bei einem Porträt sucht man ja die Einheit von Form und Inhalt.
Sie halten sich im Film vollkommen zurück, überlassen Martin Schläpfer das Wort. Warum haben Sie dieses Konzept?
Das ist ein klar dokumentarischer Ansatz. Wenn ich in ein Kammerkonzert gehe, klage ich auch nicht darüber, dass das große Orchester fehlt. Wirklich dokumentarisch arbeiten heißt, dass kein Kommentar draufgelegt wird und die Protagonisten selbst erzählen, was sie denken und empfinden. Und er hat ja auch so viel Wichtiges zu sagen.
War der Verzicht auf ...
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Tanz Januar 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 16
von Bettina Trouwborst
Deutschland
On tour
Ballet Revolución mit neuer Show: Moves zwischen Ballett und Streetdance treffen auf den Live-Sound internationaler Club-Hits, auf Pop, R&B, Hip-Hop und lateinamerikanische Rhythmen: Dortmund, Konzerthaus, 2.–9. Jan.; Bielefeld, Stadthalle, 12., 13. Jan.; Baden-Baden, Festspielhaus, 15., 16. Jan., Stuttgart, Liederhalle, 2.–7. Febr.; Leipzig,...
Berührungsängste gibt es in Leipzig jedenfalls nicht. Wenn in der Pause das Märchenpersonal der Gebrüder Grimm ausschwärmt ins Publikum, gehen selbst die kleinsten Zuschauer auf Tuchfühlung, und auch unter den größeren gibt es welche, die sich liebend gerne einmal ablichten lassen mit Hänsel und Gretel.
Beide machen auf der Bühne den Anfang, kaum dass Michael Sens...
Verführerisch leicht, so sieht das Spiel aus, zu dem ADA einlädt. Mit den Fingerspitzen scheint es möglich, diesen mit Helium gefüllten Ballon zu bewegen. Wer nach den Kohlestiften greift, die wie Stacheln aus seiner transparenten Haut herausstehen, bekommt schwarze Hände. ADA leistet wenig Widerstand, schwebt hierhin, schwebt dorthin, hüpft hoch, senkt sich herab,...
