Mit Argusaugen

Sie stehen am Rand der Tanzfläche, haben den Überblick und entscheiden, wer im Turnier weiterkommt. Doch wie wird man Wertungsrichter, und worauf richten die Damen und Herren in Schwarz eigentlich ihr Augenmerk? Monika Förschler und Stefan Heinrich, zwei Berliner Vertreter der Zunft, lassen sich in die Karten schauen

Monika Förschler, Sie sind Gründerin und Inhaberin der Berliner «Tanzschule Broadway», die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Als ADTV-Tanzlehrerin und DTV-Tanzsporttrainerin – Kürzel für «Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband» und «Deutscher Tanzsportverband» – besitzen Sie außerdem eine Wertungsrichter-Lizenz. Genauer gesagt zwei: eine C-Lizenz, die das Werten bei Turnieren der Startklassen D und C erlaubt, und eine A-Lizenz, die zur Wertung bis einschließlich der A-Klasse berechtigt.

Dann gibt es noch die S-Lizenz, die ich aber nicht habe, weil mir als Trainerin und Inhaberin der Tanzschule einfach die Zeit fehlt.

Können Sie kurz erklären, was es mit den Klassen auf sich hat? Der Tanzsport teilt nach Startklassen ein – man tanzt sich von D hinauf nach A, außerdem wird altersmäßig differenziert. Die S-Klasse rangiert über allen anderen, ist sozusagen der Olymp.

Sie hatten auch mal eine Formations-Lizenz … die ich aber später nicht mehr erhalten habe. Man muss seine Lizenz nämlich regelmäßig erhalten.

Was bedeutet «erhalten»? Der Lizenzerhalt muss regelmäßig in einer Pflichtschulung verlängert werden. Es geht dabei aber nicht nur um den reinen Erhalt. Vielmehr ...

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Tanz Juni 2017
Rubrik: Serie: Gesellschaftstanz, Seite 64
von Marc Staudacher