Mauro Bigonzetti: "I fratelli - Die Brüder"
Mauro Bigonzetti, as a resident choreographer of Aterballetto in Reggio Emilia, you accepted the challenge of creating your first full length ballet in Stuttgart for the company of the Staatstheater.
It is a return to Stuttgart for you – with a particularly challenging task? This is, in fact, my fourth creation in Stuttgart, after “Kazimir’s Colours” in 1995, “Quattro danze per Nino” to Nino Rota’s music two years after and then “Orma” to Bruno Moretti’s score, which was so well received that it will soon enter the repertoire of Ballet du Capitole de Toulouse and of Zurich Ballett. This time, moreover, rehearsing with two different casts, I am working with, let’s say, 50 dancers – a new, exciting, chance to broaden my mind.
Did you choose or were you asked to stage a ballet on an “Italian subject”? For this occasion, I was left absolutely free to think about the kind of ballet I wanted to stage, but looking at the tradition of Stuttgart Ballett, I made the decision to stage a narrative ballet, a quite unusual field for me. And I was inspired by the famous Luchino Visconti film “Rocco e i suoi fratelli” from 1960, based on Testori writings; a dramatic, political story of a family ...
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Günter Pick, acht Jahre lang haben Sie bei der ZBF die Belange der Tänzer vertreten. Zuvor waren Sie Tänzer, Choreograf und Ballettdirektor. Inwieweit hat sich die Tanzszene in der Zeit verändert? Sie ist sehr viel selbstbewusster geworden. Auch geht es ihr «gold», wenn ich die Situation des Tänzers hier mit der im Ausland vergleiche.
Wie äußert sich das erstarkte...
«Wer nicht tanzt, kennt den Weg des Lebens nicht.» So zitiert John Neumeier aus dem Hymnus Christi «Flöten will ich, tanzet alle» – überliefert in den apokryphischen 1. Johannesakten, mit denen Jesus beim Abendmahl seine Jünger zum Tanz auffordert – im Programmbuch zur «Matthäus-Passion» bei den Hamburger Ballett-Tagen 1981. Ein Wegsuchender ist er in über dreißig...
Ja, es gibt eine Wiederkehr des Schönen. Des Glaubens. Des Religiösen. Die etablierten Kirchen schlagen Alarm. Jugendliche gründen ihre eigenen Gemeinden, in denen sie mit Musik und Tanz die Liebe finden wollen, die ihnen die Gesellschaft versagt. Pop-Ikonen wie Cat Stevens verkünden einen Islam, der mit dem Islam der Medien nichts zu tun haben soll. Vor dreißig...
