Life after Merce
What next? «Wir werden versuchen, dieses Werk auf jede uns mögliche Weise am Leben zu erhalten», sagt Robert Swinston, langjähriger Tänzer der Merce Cunningham Dance Company (MCDC), rechte Hand des Choreografen und einer von vier Treuhändern des Cunningham Trust. «Wir werden keine neuen Stücke mehr haben, aber was wir haben, wird bewahrt. Wir nehmen etwa fünfzig von Merces wichtigsten Werken und organisieren sie in ‹dance capsules›.
Sie enthalten spezifische Notizen für jedes der Stücke, Videos oder DVDs, die Musik, Angaben zu Beleuchtung, Ausstattung und sämtliche anderen Informationen für die jeweilige Arbeit. Wenn sie dann lizenziert oder rekonstruiert werden sollen, muss man nicht erst lange nach Details graben.» Das klingt schön, aber festhalten lässt sich Tanz auch so nicht. Beschreibung reicht nicht aus, um seine Wirkung zu erklären. Fotos isolieren Posen, und selbst Film und Video können nie alle Blickwinkel einnehmen – gerade das ist wichtig bei der multifokalen Arbeit Cunninghams. Darüber hinaus verflachen sie die Bewegung. Veränderung, Wandel, sind zentrale Begriffe in seinem Werk – wie viele Stücke sind unter dem Einfluss des «I Ging» entstanden, das übersetzt «Buch des ...
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