Leserbriefe
Leserbriefe zu ballet-tanz 8/9 09 Die Erinnerung hat Ingeborg Liptay in «Pina, die Tänzerin» einen Streich gespielt: In der von ihr erwähnten Einstudierung des «Grünen Tischs» von Kurt Jooss tanzte Pina Bausch nicht «die Rolle des Mädchens, dessen Liebhaber in den Krieg ziehen muss», sondern die Rolle der Mutter.
Ingeborg Liptay verließ Essen 1960 (wenn ihr Lebenslauf stimmt), der «Grüne Tisch» wurde erst zwei Jahre danach einstudiert: Vielleicht hat sich deshalb in der Erinnerung einiges verwirrt.
Pina tanzte ihrer Jugend zum Trotz stets die alte Mutter (auch in der Fernseh-Aufzeichnung). Dass Jooss jemals «abstrakte Choreografie» lehrte, ist schlechterdings ein Unsinn. «Café Müller» wiederum heißt ein Stück von Pina. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Café, von dem Ingeborg Liptay spricht, um das Döllken. Pina hatte ein Zwei-Jahres-Stipendium an der New Yorker Juilliard School und zusätzlich ein Engagement bei Antony Tudor an der Metropolitan Opera. Dass sie zurückkehrte, lag daran, dass sie bei der Neugründung des Folkwang Balletts unbedingt dabei sein wollte und auch bei der «Feenkönigin», wie die Aufführung bei den Schwetzinger Festspielen eigentlich heißt. Deren ...
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Tanz Oktober 2009
Rubrik: Magazin, Seite 25
von Thomas Thorausch, Hartmut Regitz, Jutta Hilbert
Im Jahr 2002 herrschte an der Côte d’Ivoire ein Bürgerkrieg, der bis heute nicht beendet ist. Niemand weiß, wer wirklich der Gegner war und ist, sagt der Tänzer Franck Edmond Yao, hier genannt Le président. «Immer heißt es, die greifen uns an. Das sind vielleicht von Franzosen bezahlte Burkinesen, die Armen, die aus dem Norden den Süden angreifen, die Politiker...
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