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joshua monten «doggy style»

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Ein Schelm, wer bei diesem Titel Böses denkt. Nein, Joshua Monten geht es tatsächlich um Hunde. Der sprachbegeisterte Schweizer mit dem ausgeprägten Faible für Andersartigkeit hat bereits vor zwei Jahren mit seiner Produktion «About Strange Lands and People» Fremdbegegnungen inszeniert und dazu die Gebärdensprache als Inspirationsquelle seiner Choreografie ins Spiel gebracht.

Artfremdes trifft auch in seiner jüngsten Kreation «Doggy Style» aufeinander.

Zu minimalistischen Klavierklängen, Samba-Rhythmen oder vor der Geräuschkulisse eines sommerlichen Parks entwickeln die vier jungen Darsteller – zwei Frauen und zwei Männer – aus behutsam wiederholten Gebärden in zunehmender Intensität die Bewegungssprache jener vierbeinigen Spezies, die seit jeher in einem ganz besonders engen Verhältnis zum Menschen steht. Ein Verhältnis, das Joshua Monten (der selbst übrigens kein Hundebesitzer ist) vor allem deshalb fasziniert, weil es nachhaltig, liebevoll, aber auch von essenzieller Ungleichheit bedingt ist.

Topdog, Underdog: Die Hand einer Darstellerin macht vor, was die übrigen Tänzer sodann mit dem ganzen Körper Gestalt werden lassen: auf Hierarchie und Dressur beruhende Interaktionen ...

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Tanz August-September 2015
Rubrik: kalender, Seite 44
von Marc Staudacher

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