Kindertanz
Heidi Schnirch, Andrea Marton, wieso will man heute als Tänzerin oder Choreografin im Kindertanz arbeiten? Gibt es dazu einen materiellen Anreiz, oder passiert es, weil man selbst Kinder hat?
Heidi Schnirch: Zu Beginn habe ich nur im Erwachsenenbereich unterrichtet. Allein vom Tanz konnte ich nicht leben. Das Unterrichten hat mir dann deutlich gemacht, dass es mich noch einmal auf eine andere Art in meinen Körper bringt: Man muss sehr klar sein, wenn man etwas vermitteln will. Den Zugang zu Kindern habe ich aber nicht durch eigene Kinder gefunden.
Ich unterrichte sie schon seit 2007.
Andrea Marton: Ich hatte den Traum zu tanzen schnell aufgegeben und dafür immer schon leidenschaftlich gern unterrichtet. Als ich mich zwischen Wien und dem Chladek-System und Berlin bei Leanore Ickstadt entscheiden musste, wählte ich Berlin, weil die Ausbildung von vornherein auf Kinder, Jugendliche und sehr praktisch ausgerichtet war. Man wurde ins kalte Wasser geworfen, musste schnell Kinderklassen unterrichten, ein Konzept entwickeln und umsetzen und bekam sofort eine Supervision. Das fand ich gut. Danach konnte ich glücklicherweise rasch sehr viel Praxis erwerben. Ich habe in Kultureinrichtungen und ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Körperarbeiter, Seite 84
von Katja Schneider
Der Kompaniemanager der DIN A 13 tanzcompany hat ein klitzekleines Anliegen: die Gleichstellung sogenannter behinderter Tänzer mit Nichtbehinderten. Da hat er sich was Delikates ausgesucht. 99 Prozent der Menschen sahen noch nie einen behinderten Tänzer, einen, der mit einem Bein tanzt oder dies ohne Arme tut oder des Stehens nicht mächtig ist, dem also ein paar...
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Leipzig, Alter Markt
Die Touristen speisen unter Sonnenschirmen. Die Welt spricht in allen Sprachen. Das Gemurmel weht wie ein leichtes Tuch durch die Altstadtgassen. Im vierten Stock, obendrüber, befindet sich ein Büro von ausgesuchter Virtualität: ein Computer, ein I-Pad, ein tragbares Telefon, ein Kaffeeautomat. Das reicht. Auch der Name, Culture Partner, weist...
