julia und romeo
So sieht der Nachtmahr eines Theaterdirektors aus: Hunderte von Schülern zwischen 6 und 16 Jahren im Zuschauerraum, dazwischen ein paar Lehrer, Erzieher, Väter und Mütter – und dann streikt, unmittelbar nach Vorstellungsbeginn, die Technik.
Was wird passieren, nachdem der Inspizient um fünf Minuten Pause gebeten hat, damit der Tanzteppich wieder geflickt und vernünftig befestigt werden kann? Wird der Saal im Tumult versinken, ja lässt sich so ein Malheur überhaupt einfangen, wo doch an diesem Vormittag die multitaskende Generation ADHS das Parkett der Königlichen Oper zu Stockholm dominiert?
Erst wird es mit jeder Sekunde etwas lauter, Dirigent Alexander Polianichko dreht sich um, legt den Finger auf die Lippen, wirft eine Kusshand ins Rund. Das reicht immerhin für die Viertelstunde, bis der Vorhang sich zum zweiten Mal hebt. Und dann – bleibt es fast zwei Stunden lang still. Vollkommen still. So still, dass noch die zartesten Vibrationen der Bühne sich wie Ätherbänder durch die Reihen schlängeln. So still, dass jedes Räuspern, Rascheln, Flüstern, Kichern den Bann bräche, den Mats Ek über das Publikum legt. Es ist die Intensität seines Erzählens und das Erzählte selbst, das den ...
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Tanz August/September 2013
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Dorion Weickmann
Keine leichte Aufgabe. Schon das Zusammenkommen ist schwierig. Fünf Jahre hat es gedauert, bis ein gemeinsamer Shooting-Termin gefunden ist. Entweder ist Anna Osadcenko auf Tournee, oder sie hat Vorstellungen. Aber auch Elisabeth Miegge-Ridet kann nicht immer. Entdeckt hat die Directrice Artistique von Wear Moi ihr Wunsch-Model im Internet. Ein Foto aus dem...
tv und bildband_________
king of pop, sultan of style: michael jackson
Da fährt also die Senderfamilie Sat1/Pro7 Hammerquoten ein mit einem DSDS-Tanz-Simile namens «Got to dance». Den Vorsitz führen drei Juroren, und immerhin zwei davon – Nikeata Thompson und Howard Donald – schieben Volldurchblick im choreografischen Geschäft: Sie hilft regelmäßig Culture Candela,...
Zumindest was den choreografischen Teil betrifft, war es eine runde Sache: Paris feierte den hundertsten Geburtstag von «Le sacre du printemps», und für Tamara, die heute 93-jährige Tochter des Uraufführungschoreografen Vaslav Nijinsky, wurde dieser 29. Mai 2013 ein besonderes Fest. Die Dame, die in den USA lebt, wohnte zum ersten Mal überhaupt einer...
