jetzt neu: der tanzplan köln
Als die Kulturstiftung des Bundes ihre Partner vor Ort für den «Tanzplan Deutschland» suchte, war die viertgrößte Stadt in Deutschland nicht dabei. Köln stellte sich – zwischen Abschätzigkeit gegenüber der freien Szene und politischer Eigenbrötelei – als kein zuverlässiger Kandidat für Bundesgelder dar. Die Stadt hat das irgendwann gewurmt, ist dann vor Neid geplatzt und aufgewacht, denn seit dem 18.
Juli tut man hier alles, was fünf Jahre lang der Tanzplan vormachte: Man richtete eine Tanzkonferenz aus und stellte einen «Tanz-Entwicklungsplan Köln» vor, natürlich in Großbuchstaben, weil endlich gemeinsam: mit den Fraktionsvorsitzenden und kulturpolitischen Sprechern der im Rat der Stadt Köln vertretenen Parteien sowie der Initiative «Mut zu Kultur», KunstSalon Köln und nrw landesbüro tanz. Auch die Kölner Tanzszene selbst hat sich in ihrem think tank mittlerweile zu einem «Jour Fixe» zusammengerauft, um mit ihren gewählten Sprechern Achim Conrad, Klaus Dilger, Britta Lieberknecht und Ragna Kirck dieser offenbar ominösen Kunstform endlich ein paar Gesichter zu leihen: nach wie vor ein Schwachpunkt in Köln, denn Amanda Miller mit ihrer Kompanie pretty ugly ist längst ebenso über ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: menschen, Seite 60
von Arnd Wesemann
...ist ein guter Mensch. Sri Louise auf unserer Titelseite ist der wohl bekannteste Yoga-Engel der Tanzwelt. Die New Yorkerin begreift, dass nicht der Körper die Plage ist, sondern das Plagen des Körpers ein Genuss, weil er nur so zu sich selbst kommt. Jede Überschreitung der eigenen Grenzen erscheint wie ein religiöser Akt. Darum ist die Härte des Tänzers zu sich...
Die Wand stürzt um, reißt Frau und Mann gleich mit sich. Für einen Moment zeichnete sich das Bild anmutig posierender Figuren vor weiß erleuchtetem Grund deutlich ab. Nun wälzt sich das Paar auf einer Matratze – denn als solche gibt sich das hinfällige Objekt zu erkennen –, ringt um Liebe, zärtlich, kämpferisch. Bald verschwindet der Mann im Bühnendunkel; sie...
Susanne Linke sucht in «Kaikou» den schmalen Grat zwischen Trieb und Zivilisation. Noé Souliers Bühne zu «Ideography» teilt sich der Tanz mit der Philosophie. Kann man Bewegung denken? Klassiker – wie zur Eröffnung Lucinda Childs’ «Dance» – sind ebenso dabei wie gerade erst entstandene Stücke – Emanuel Gats «Brilliant Corners» (siehe S. 8) und Meg Stuarts «Violet»...
