der engel...
...ist ein guter Mensch. Sri Louise auf unserer Titelseite ist der wohl bekannteste Yoga-Engel der Tanzwelt. Die New Yorkerin begreift, dass nicht der Körper die Plage ist, sondern das Plagen des Körpers ein Genuss, weil er nur so zu sich selbst kommt. Jede Überschreitung der eigenen Grenzen erscheint wie ein religiöser Akt. Darum ist die Härte des Tänzers zu sich selbst ein Tugendpfad.
Im Schmerz und in der Selbstüberwindung muss es auch einen Lohn geben. Für Tänzer besteht er nur selten in der Ehrung ihres Namens oder in der Besserung ihrer finanziellen Verhältnisse.
Darum ist der Körper so anfällig dafür, sich jenseits einer Welt zu wähnen, die nur nach Ruhm und Geld geht. Allein im Körper selbst gibt es die Erfahrungen von Glück, Schmerz, Freiheit und Sterblichkeit. Eine radikalere Überwindung aller anderen Werte als durch den Tanz gibt es wohl nur noch im Yoga.
«Tänzer sind oft sehr hart mit sich selbst. Das Training ist anstren-gend, die Konkurrenz ist groß. Und sie halten sich täglich den Spiegel vor. Es wird immer nur korrigiert, kritisiert, verbessert – nie ist man gut genug. Man entdeckt ständig einen Pickel oder eine Falte. Es ist ein ständiges Urteilen und Verurteilen. ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: editorial, Seite 1
von
...die Projektleiterin von «Tanzplan Deutschland», und Ingo Diehl, der Leiter der Tanzplan-Ausbildungsprojekte, haben die gemeinnützige Unternehmergesellschaft Diehl + Ritter gegründet, mit der sie die beiden Fonds der Kulturstiftung des Bundes, «Tanzfonds Erbe» und «Tanzfonds Partner», betreuen werden. Am 1. September wird dazu auf tanzfonds.de die Projekt-Website...
Sie scheint nicht zu altern, ist so schlank wie eh und je, unter dem Pony strahlt sie mit dem bekannten lausbubenhaften Gesicht, ihre langen Beine und Arme sind so elastisch und biegsam, dass man glauben möchte, sie seien aus Gummi. Man muss es sich immer wieder in Erinnerung rufen: Hier tritt keine jugendliche Göre auf, sondern eine 46-jährige Frau.
Sylvie Guillem...
Am 31. August wird er 64 Jahre alt und will, dass seine Asche ins Meer gestreut wird. In Hamburg arbeitet er mit Doris Dörrie gerade an «Don Giovanni», der den Tod zu Gast hat. Den Tod ihres eigenen Mannes verarbeitete Doris Dörrie im Roman «Das blaue Kleid», danach im Film «Kirschblüten – Hanami», als sie Tadashi Endo traf, den Butoh-Tänzer aus Göttingen, der um...
