Jenseits
Sasha Waltz tanzt auf dem Sommerfest der Deutschen Akademie Rom, im Garten der berühmten Villa Massimo. Hier genoss sie zwei Monate lang ein Stipendium und widmete sich verstärkt der Bildenden Kunst. Sie hat gezeichnet und collagiert in ihrem großzügigen Wohnatelier und in einem großen Park – eine Auszeit, die Teil des deutschen Praxisstipendiums für bereits etablierte Kunst- und Kulturschaffende ist.
Rom hat Sasha Waltz offensichtlich gut getan.
Daheim in Berlin aber ist noch immer nicht entschieden, ob ihre Kompanie mit einem jährlichen Defizit von 415 000 Euro überleben kann. Der Berliner Kulturausschuss lobte zwar, dass Sasha Waltz & Guests «schlank, vernetzt, flexibel und berühmt» ist, fürchtet sich aber auch vor ihr. Wer mit 50 Prozent Eigenmitteln überleben kann, darf offenbar nicht auf Hilfe in Höhe von 0,1 Prozent des Berliner Kulturhaushalts hoffen.
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