Interviews

Dialoge

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Dialoge seien eine Kunstform, schreibt Guy Cools. In den 1990ern leitete er das Kunstzentrum Vooruit in Gent. Danach war er als freier Dramaturg etwa für Akram Khan und Sidi Larbi Cherkaoui tätig. Dialoge, so schreibt er weiter, beruhen auf der Kunst des Zuhörens. Die existiere in unserer projektorientierten Kultur nicht mehr, laut Richard Sennett deshalb, weil man heute mehr mit seiner eigenen Angst vor «Autorität, Vertrauen und Kooperation» beschäftigt sei als mit seinem realen Gegenüber.

Cools will also zuhören, auch wenn seine Dialoge eher Interviews sind, die unter dem besseren Titel «Body-Language Talks» öffentlich im Sadler‘s Wells in London geführt wurden. Da saßen zwischen 2008 und 2013 erst Khan und Cherkaoui auf dem Podium, am Ende deren Kollaborateure Ruth Little und Antony Gormley, zwischendurch so angesagte Tanzkoryphäen wie Hofesh Shechter und Russell Maliphant. Natürlich haben die Künstler über ihre Arbeit erzählt und nicht der Kunst des Dialogs gefrönt. In Buchform lesen sich ihre Selbstbetrachtungen eher wie ein Nachhall ferner Produktionen. Nur Rosemary Butchers Aussagen wirken zeitlos; sie starb vergangenes Jahr. Ihr ist das Buch gewidmet. Das Niveau der ...

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tanz_02_2017

Tanz Februar 2017
Rubrik: Medien Februar 2017, Seite 61
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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