Hommage à Tatjana
Eine «Fanatikerin des Anspruchs» hat Klaus Geitel sie einmal genannt. Andere bezeichnen Tatjana Gsovsky als «Neuberin des neuen Tanz», als «Zarin des deutschen Balletts», die das Tanzgeschehen im Nachkriegsdeutschland und darüber hinaus so nachhaltig beeinflusst hat. Wen hat Tatjana Gsovsky nicht alles zur Mitarbeit angestiftet! Wie visionär waren ihre Vorstellungen von einem Berliner Ballett, das zwar die halbe Welt bereiste, aber zu Haus nicht dauerhaft Fuß fassen konnte.
Wo immer man das Buch der Akademie der Künste aufschlägt, finden sich Hinweise auf eine historische Leistung, die seinerzeit nicht immer erkannt, geschweige denn gewürdigt wurde. Auf über 300 Seiten trug Max W. Busch zusammen, was über und vor allem was von Tatjana Gsovsky gesagt wurde. So entsteht im Nachhinein aus Notizen und Interviews eine geradezu «authentische» Autobiografie. Darüber hinaus fanden sich im Nachlass nicht nur Überlegungen über «Bühne und Saal», «Die Arbeit des Choreographen», «Der Wille zur Form» oder «Der zeitgenössische Tanz», sondern auch ein Manuskript mit dem einfachen Titel «An einen jungen Lehrer», das man jedem angehenden Pädagogen ans Herz legen möchte. Unwiederbringlich verloren ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
The San Bushmen live in a remote part of Namibia. They are the Aboriginal people of Southern Africa whose hunter-gatherer culture goes back over 20,000 years and may now face cultural extinction.
They perform their healing trance-dance according to the health needs or level of tension in the community. The women generate the power by clapping and singing...
Ganz Zagreb ist ein Wohnzimmer
Kein unbedachter Winkel, der nicht möbliert ist mit Schirmen und Sesseln, Theken und Tischen. Jede Straße rund um den Hauptplatz Jelacic ist besiedelt von Cafés voll gewaltigem Geplauder. Jeder kennt jeden. Ein Steinwurf entfernt, in der Ilica 10, entsteht gerade das erste kroatische Tanzhaus, das die Architektengruppe 3LHD im Kino...
«Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar», zitiert das Programmheft einen Kernsatz aus dem Buch «Der kleine Prinz». Nichts dagegen. Aber ein «phantastisches Ballett», das sich seine Geschichte zu eigen macht, will vor allem gesehen werden, und das nicht bloß mit dem Herzen.
Gregor Seyffert muss sich also schon was einfallen lassen, und damit hat er keine Not:...
