Sho Takayama, Rina Murakami, Pamela Campos; Foto: Kalle Kuikkaniemi
Heidelberg: Dusk
Es geht auch anders. Statt eine Sparte einzusparen, eine aufzubauen. 2011 übernahm Holger Schultze am Theater Heidelberg die Intendanz und fand auf dem Tanzsektor eine Situation vor, die weder den Kooperationspartner Freiburg befriedigte noch die Zuschauer. Er sann auf Abhilfe. Nanine Linning hatte schon unter seiner Intendanz in Osnabrück das Publikum gehörig aufgemischt. Warum sollte ihr dasselbe nicht auch an einer anderen Wirkungsstätte gelingen?
Es gelang.
Wenn Heidelberg heute nicht nur eine Dance Company besitzt, sondern im Schulterschluss mit dem UnterwegsTheater auch eine TANZallianz, ist das letztlich Linnings Charmeoffensive zu verdanken. Und natürlich einem choreografischen -Œuvre, das sich nicht zuletzt durch sein Erscheinungsbild von dem der Kollegen abhebt. Viele Jahre lang stand ihr die niederländische Modemacherin Iris van Herpen schöpferisch zur Seite. Ihren Vorstellungen entsprechend definierten Les Deux Garçons die Bühne als einen Ort der unbegrenzten Fantasie. Der Sensationserfolg von «Silver» und «Khôra» ist ganz gewiss auch dem Design-Magier Bart Hess zu verdanken.
Dass es auch weniger aufwendig geht, beweist Nanine Linning mit «Dusk» im fast völligen ...
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