Susanne Linke; Foto: Bettina Stöß
Susanne Linkes Methode: Inner Suspension
Susanne Linke, Sie unterrichten Profitänzer und -tänzerinnen mit einer Methode, die Sie «Inner Suspension» nennen. Was gab Ihnen den Anstoß zu dieser Methode? Ich habe während meiner zweiten Ausbildungsphase in der Folkwang-Hochschule auch viel Klassisches Ballett trainieren müssen: Eine Dreiviertelstunde an der Stange, dann zwanzig Minuten in der Mitte, und dann geht es zum Schluss ein bisschen in den Raum. Das ist das übliche Prinzip. Für mich war das die Hölle. Vom Halten an der Stange etwa hatte ich Muskelkater.
Aber nur in den Händen statt wie üblich im ganzen Körper wie zum Beispiel in den Beinen oder im Rücken. Da habe ich‘s mit schwingenden Armen probiert, sodass sie nicht immer nur in einer festen Position sind. Damit fing es an, mit einem leichten parallelen und dann gegenläufigen Schwingen der Arme. Das ist alles vom Zentrum aus gespürt. Und atmen, das ist so wichtig. Nicht wie üblich, wenn es anstrengend ist, einatmen. Nein, genau umgekehrt!
Das Körperzentrum spielt für Ihre Methode also eine wichtige Rolle? Gibt es weitere Körperpartien, die dafür relevant sind? Ja, die Bewegungen kommen aus dem Bauchzentrum heraus. Aus der Hüfte. Ein weiteres Zentrum sind die ...
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Heiß geschmiedet, eisig abgekühlt. So wirken ihre Stücke. Metallisch streng, doch mit Molekül-Lücken
versetzt, mit falschen Verbindungen, die dampfen, seufzen, glitzern. In die Linie passt auch das Werk, das die israelische Choreografin Sharon Eyal mit ihrem Arbeitspartner Gai Behar für das 17-köpfige Ensemble tanzmainz am Staatstheater Mainz geschaffen hat. «Soul...
Geplant hat er vieles. Ein «Aphrodite»-Ballett etwa, «Amphion», «Daphnis et Chloé», «Masques et Bergamasques», und unter dem vielversprechenden Titel «Crimen Amoris» ein «Poème chanté et dansé d’après Verlaine». Wirklich zu Ende komponiert hat Claude Debussy nur «Jeux», und das im Auftrag der Ballets russes: eine choreografische Ménage à trois, beunruhigend in...
Am Ende stirbt sie. Nein, er. Beide? Es geht ziemlich romeo-und-julia-mäßig hin und her in Xin Peng Wangs Choreografie zu Tschaikowskys 6. Sinfonie. Deren Berühmtheit liegt bekanntlich auch darin, dass der Komponist kurz nach ihrer Uraufführung unter mysteriösen Umständen verschied – ahnte das Genie den nahenden Schnitter? In die sogenannte «Pathétique» ist...
