Hagen
Huch, schon wieder ein Jahr vorbei. Nie verfliegt ein Jahresrund schneller, als wenn Antonio Vivaldi musikalisch die Welt erwachen, sich erhitzen, berauschen und schließlich einfrieren lässt. Den barocken Superhit haben in Hagen gleich drei Choreografen im Teamwork inszeniert. Noch ehe man weiß, was Regina van Berkel mit ihrem schnörkelig-komplizierten Frühling, Young Soon Hue mit ihrem erstaunlich düsteren Sommer und Ricardo Fernando mit seinem naiv-rustikalen Herbst eigentlich jenseits getanzter Illustration sagen möchten, ist man schon im Winter gelandet.
Hier verwirren die drei Künstler ihre eigenwilligen Ästhetiken zum eiszeitlichen Karneval: Wer ist wer, was stammt von wem? Egal.
Hagens Ballettdirektor Ricardo Fernando hat geahnt, dass kein noch so kluges Konzept gegen den Ohrwurm-Effekt Vivaldis ankommen kann. Seine Kooperation mit Kolleginnen charmiert natürlich schon durch konkurrenzfernen Idealismus und stilistischen Pluralismus. Fernandos Ensemble steht seit jeher für das Prinzip Hoffnung angesichts andauernder Auflösungsdrohungen durch die Stadt Hagen, die ihren Zuschuss für das Theater ab 2018 nochmals um 1,5 Millionen Euro reduziert. Obwohl nicht ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 42
von Nicole Strecker
Sie könnte die jüngste Meisterschülerin von Valeska Gert sein. Wild und wütend spricht sie den 13-Jährigen aus tiefster Seele. Maddie Ziegler, selber 13, vertritt die stets verhüllt auftretende US-Popikone Sia in genau kalkulierten Kamerachoreografien, hier in «The Greatest», einem kunstvoll arrangierten Tanzvideo mit über drei Millionen Klicks (wir...
Möge das neue Jahr so dynamisch werden wie Ismael Lorenzos Aufnahmeserie vom Basler Ballett (bei biderundtanner.ch), alternativ so elegant wie Marco Goeckes «Nijinski», den Regina Brocke für den Kalender von Gauthier Dance porträtiert. Nur dort, d. h. im Theaterhaus Stuttgart, ist der Kalender erhältlich.
Das Ballett Augsburg posiert derweil als «Kunst-Werk-Tanz»...
Ausblick
On tour
«piano piano»: Acht Tänzerinnen und Tänzer aus drei Tanzensembles, K. Kvarnström & Co, Andersson Dance und Zero Visibility Corp., bewegen sich zur Musik von Franz Schubert, live gespielt von der japanischen Pianistin Asuka Nakamura. Die drei skandinavischen Choreografen Örjan Andersson, Kenneth Kvarnström und Ina Christel Johannessen haben...
