Gonzalo Galguera: «Manon Lescaut»

Magdeburg

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Er habe Hochachtung vor Kenneth MacMillans Klassiker, glaube aber, dass heute andere Formen der tänzerischen Darstellung möglich seien. Sagt Gonzalo Galguera und verwendet in Magdeburg pikanterweise genau jenes Arrangement verschiedener Musiken von Jules Massenet aus Opern, Oratorien, Orchestersuiten, das Leighton Lucas 1974 für MacMillans Londoner Uraufführung schuf. Diese Umstellungen passen sehr genau zu Galgueras Erzählversion, die sich enger an die literarische Vorlage des Abbé Prévost hält als MacMillan.



Die Magdeburger Lesart übernimmt Prévosts Idee eines Rückblicks des alten Des Grieux auf sein Leben. Wärter schleppen den Kranken heran. Vor bröckeligen Fassaden mit Feuerleitern und Werbeflächen einer amerikanischen Großstadt begegnet er einem Jugendfreund und erzählt ihm von der großen Liebe seines Lebens. Er trifft Manon, als sie in Paris ankommt und erneut in einem Spielcasino der Golden Twenties. Dort zieht der Zuhälter und Ganove Lescaut die Fäden und verkuppelt seine Schwester Manon meistbietend. Des Grieux erträgt nur in naiv-unbedingtem Empfinden die Amouren seiner luxussüchtigen Geliebten, flüchtet in ein Priesterseminar, verfällt Manon abermals. Bis dahin ist er ...

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Tanz Oktober 2009
Rubrik: Wiederaufnahme, Seite 40
von Volkmar Draeger

Vergriffen
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