gewonnen: yoshiko waki...
...und Rolf Baumgart sind die Kompanie bodytalk aus Bonn; sie erhielten den siebten «Leipziger Bewegungskunstpreis» für die Uraufführung ihres Tanzstücks «Zig Leiber / Oi Division» über Neonazis im angeblich rechtsfreien Raum. Die Jury meint: «Radikal rabiat. Bodytalk okkupiert die Bühne und macht sie zum Schlachtfeld. Körpersprache als konsequenter Körperkrieg.
» Der mit 5000 Euro dotierte Preis, der nicht aus Steuergeldern bezahlt wird und trotzdem unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters steht, wird jährlich an eine he-rausragende Leistung unter Leipziger Off-Aufführungen vergeben. Diesmal für die Erkenntnis (so die Jurybegründung): «Alles wird Gewalt und jeder gewalttätig. In allen tickt die Bombe, auf alle wartet ein Täter. Ein Opfer. Und alle werden sie beides sein.
Körpermasse und Macht. Destruktivität und Verlockung. Die große Stärke liegt darin, sich dieser auch sexuell aufgeladenen Aggressionslust anzunehmen. Ihr eine Form zu geben und sie zu Ende zu denken und auszuspielen.» Baumgart und Yoshiko Waki, die unter anderem das Bonner Festival «Tanz! ist kein 4-letter-word» mitkuratieren, zeigen ihr Stück wieder am 30. September und 1. Oktober in Mülheim im ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: menschen, Seite 59
von
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In der tiefsten Provinz Westfrankreichs, in La Roche-sur-Yon, gründete Mickaël Le Mer die Kompanie S’poart. Sie ist derzeit das bekannteste Erzeugnis der Kleinstadt zwischen Rennes und La Rochelle, die auf einem Granitfelsen erbaut wurde. Le Mer versammelte dort oben eine Handvoll Breakdance-Begeisterte und zog immer wieder hinaus in die Welt des Hip-Hop, wo er auf...
...ist ein neugieriger Mensch, immer auf der Suche nach Inspirationen für seine Stücke. Mal ist es die Musik, die ihn anregt, mal eine neue Bewegungssprache wie der Flamenco oder der indische Kuchipudi. Oder die Popkultur eines anderen Landes. Für sein neues Stück greift er nach Japan, zur dortigen Form des Comics, den Mangas. Mit «TeZukA» kreiert er eine Hommage...
