es lebe die freiheit
Alain Franco, mit Meg Stuarts Choreografie «Built to Last» entstand eine ziemlich opulente Reflexion über die Musikgeschichte, voll wuchtiger Sinfonien und gespickt mit Zitaten aus dem Œuvre von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, sogar von Ihnen selbst. Ich sage in dem Stück: Ein Puls ist ein Phänomen.
Was heißt das genau? Ein Puls wird erst zu einem Puls, wenn er wiederholt wird.
Aber wie wird er wiederholt? Wie ein Herzschlag? Olivier Messiaen sagte mal, dass Rhythmus für ihn nichts mit Regelmäßigkeit zu tun hat, sondern mit Unregelmäßigkeit. Rhythmus bezeichnet einen Unterschied und keine Wiederholung. Rhythmus ist eine Zeitartikulation, keine Zeitwiederholung.
Und der Puls? Wenn man sagt, man sei «am Puls der Zeit», dann meint man damit doch auch eher etwas Typisches, Einmaliges. Genau darum geht es in «Built to Last»: dass Geschichte selbst sich nicht wiederholen kann. Zwar gibt es bestimmte Wiederholungen in der Geschichte, aber nur, weil auch manche Grundlagen der Geschichte gleich bleiben. Ich nenne sie die Urkräfte, die Urängste, die immer weitergegeben werden wie freundliche Viren, die nicht verschwinden, und die einen manchmal sehr originell überraschen können, in ...
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Tanz August/September 2013
Rubrik: musik, Seite 89
von Arnd Wesemann
Zumindest was den choreografischen Teil betrifft, war es eine runde Sache: Paris feierte den hundertsten Geburtstag von «Le sacre du printemps», und für Tamara, die heute 93-jährige Tochter des Uraufführungschoreografen Vaslav Nijinsky, wurde dieser 29. Mai 2013 ein besonderes Fest. Die Dame, die in den USA lebt, wohnte zum ersten Mal überhaupt einer...
Auf einer Bank sitzt eine Puppe. Sie schaut zu. Sie stellt den weißen Mann dar, ähnlich wie diese seltene Fetischfigur, die während des Festivals «Theaterformen» noch bis zum 11. August im Landesmuseum Hannover ausgestellt ist. Mit solch einer weißen Figur wird die Macht des Fremden in Afrika «gebannt», so, wie auch bei uns jedes Kind weiß, wie man seine Ängste und...
der lehrer_________
peter appel
Sie waren alles: Tänzer, Ballettmeister, Pädagoge, Direktor, gelegentlich sogar Choreograf. Als was sehen Sie sich am liebsten? Als Lehrer. Ich habe zwar sehr gerne getanzt, aber irgendwann meine größere Leidenschaft in der Pädagogik entdeckt. Ich arbeite lieber mit Leuten, anstatt sie zu dirigieren. Deshalb war die Position eines...
