ausstellungen
ausstellung_________
tomás saraceno
In sehr luftiger Höhe unter der gewaltigen Glaskuppel des Düsseldorfer K21 Ständehauses hat der argentinische Künstler Tomás Saraceno ein stählernes Spinnennetz gespannt – für mutige Besucher, die mit flauem Gefühl zwischen Himmel und Erde entweder erfahren, was es heißt, sich wie eine Spinne zu fühlen, sobald man 25 Meter über dem Abgrund schwebt. Oder aber: von welchen gesellschaftlichen «Co-Abhängigkeiten» (Saraceno) das Leben in der Gemeinschaft abhängt.
Denn jeder Kletterer spürt in diesem von Sicherheitsnetzen abgesicherten Riesengespinst die Schritte der anderen, egal wie weit sie entfernt sind. Jede eigene Bewegung erschüttert sofort auch die aller anderen. Das ist ein Grundprinzip von Choreografie – jeder Schritt hat Folgen. Nirgendwo erfährt man das so körperlich wie in Saracenos Rauminstallation «in orbit», die voraussichtlich bis Herbst 2014 zu erleben ist.
kunstsammlung.de
Berlin, Akademie der Künste, Hanseatenweg, adk.de
«re.act.feminism #2 – a performing archive», Archiv- und Arbeitsstadion mit mehr als 250 Film-, Video- und Foto-Dokumenten der feministischen, genderkritischen und queeren Performancepraxis. Bis 18. August
Berlin, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 62
von
Der Background ist beängstigend. Noch bevor das eigentliche Stück beginnt, spielt Christoph Winkler einen Soundtrack des Schreckens, der einen schon das Fürchten lehren kann, eine dumpfe Geräuschpalette, die auf eine Demonstration hindeutet, ein ohrenbetäubendes Trillerpfeifenkonzert, vereinzelte Sieg-Heil-Rufe, die das hörbare Ereignis ganz offensichtlich der...
Ausgerechnet der Tod, ausgerechnet die Sterbenden tanzen in den Totentanz genannten Darstellungen, wie sie seit dem Mittelalter verbreitet waren. Sie tanzen gemeinsam und nicht selten wild, in ihren letzten Momenten wie außer Rand und Band. Die Knochen der Totengerippe biegen sich bisweilen wie Gummi; lässig federn die muskel- und fleischlosen Gesellen in den Knien...
Macht es einer, machen es alle anderen auch. Wenn einer einen coolen Move entdeckt, probiert ihn die ganze Gruppe. Hip-Hop ist – wie alle Szenen – eine Kultur des Kopierens und Klauens, während er doch gleichzeitig den Anspruch erhebt, authentisch und «real» zu sein. Bruno Beltrão, Choreograf aus Brasilien, der bevorzugt die Gepflogenheiten seiner eigenen Szene...
