Empowering Dance
Aufwärmphase auf der Probebühne im Hamburger Zentrum für Choreografie K3. Leise puckern elektronische Beats, Journalist*innen, Tänzer*innen, Lehrer*innen bewegen sich durch den Raum, suchen ihren Rhythmus und ihre Geschwindigkeit, während Patricia Carolin Mai zurückhaltende Anweisungen gibt, eher Tipps: Finde deine Bewegung nach vorn. Nach oben. Zum Boden hin. Wie verändert sich dein Körper, dein Gewicht, wenn du dich Richtung Boden orientierst? Man tanzt, in dem Sinne, dass man den eigenen Körper in Beziehung zum Raum und zum benachbarten Körper setzt. Man kommuniziert.
K3 | Tanzplan Hamburg ist gemeinsam mit vier weiteren europäischen Tanzhäusern sowie zwei Hochschulen in einem Erasmus-geförderten Projekt der Frage nachgegangen, wie das im Tanz vorhandene Wissen um Soft Skills besser artikuliert und eingesetzt werden kann. Der Begriff «Soft Skills» bezeichnet Eigenschaften wie soziale Kompetenz, Belastbarkeit oder Frustrationstoleranz – und kommt eigentlich aus der nicht-künstlerischen Sphäre. «Manche waren irritiert, dass wir hier einen Wirtschaftsbegriff auf den Tanz anwenden, aber viele hat das auch erst abgeholt», meint K3-Leiterin Kerstin Evert und verweist auf das große ...
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Tanz 4 2023
Rubrik: , Seite 64
von Falk Schreiber
In Mats Eks «A Sort of …» tritt Vivian Assal Koohnavard aus dem Publikum auf die Bühne. Und dann performt sie etwas, das sich nicht in eine Schublade pressen lässt, sie tanzt einen burlesken Spaß und eine sensible Charakterstudie, und gerade, wenn man sich auf die Anmut und die Ästhetik ihres Tanzes eingestellt hat, kippt das Gezeigte in drastische Gewalt. Und...
Die Liste ihrer Berufsbezeichnungen ist lang: Tänzerin, Choreografin, Regisseurin, Kuratorin, Creative Director, Leiterin des Kollektivs FMKF. Zu ihren Arbeiten zählen Performances, Tanzfilme, Musikvideos, Werbespots, Choreografien für Fashion Shows und und und …. Franka Marlene Foth überschreitet Genre-Grenzen, auch im Tanz. Wir treffen uns im Café der Berliner...
Esther Boldt, wir kennen uns schon lange, wir sind per Du – auch in diesem Gespräch, nicht als kumpelige Distanzlosigkeit, sondern als gelebte Sprachpraxis. Esther, mir wurde mal von einem Künstler vorgeworfen, dass er die ganze Arbeit macht, während wir Kritiker*innen nur beschreiben würden, was er im Vorfeld geleistet habe …
Den Eindruck teile ich nicht. Mein...
