Emily Molnar

Wir haben Tanzkünstler und -künstlerinnen gefragt: «Was war produktiv? Was nehmen Sie mit? Was erwarten Sie für die nähere Zukunft?»

Tanz - Logo

Wir haben uns in der vergangenen Spielzeit gefragt: Was können wir jetzt tun, das wir normalerweise nicht tun könnten? Also ergriffen wir die Gelegenheit, nahmen uns Zeit, dachten nach, stellten Fragen und entwickelten Tools, die uns anspornten, außerhalb unserer angestammten Domäne zu denken. Unsere Prioritäten dabei waren Forschung und Entwicklung neuer Ideen.

So entstanden Projekte wie etwa «Shared Platform, Open Space» und natürlich die Livestreams unserer Bühnenprogramme, die von Menschen in über 70 Ländern geschaut wurden – darunter viele Orte, an die wir als Kompanie niemals hätten reisen können. Zwar werden Livestreams auch in Zukunft ein hybrides Präsentationsmodell für uns darstellen, doch werden sie das persönliche Live-Erlebnis unserer Arbeiten niemals ersetzen. Denn dieses bildet nun mal den Kern unseres Tuns.

In den vergangenen Monaten mussten wir unseren Fokus permanent neu ausrichten. Unser Projekt mit Damien Jalet beispielsweise war ursprünglich für die Bühne konzipiert und sollte außerdem in Livestream-Performances gezeigt werden. Doch die Umstände veranlassten uns dazu, die Arbeit in einen Film umzuwandeln, der im Herbst 2021 vorgestellt wird. Besonders dieses ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 113
von

Weitere Beiträge
Johannes Wieland

das auf-mich-selbst-zurückgeworfensein hat mir zeit gegeben, mich mit ein paar fragen auseinanderzusetzen, denen ich vor der pandemie keinen raum gelassen habe. das war wirklich positiv und hat mir geholfen, mich neu zu orientieren. ich habe gelernt, mir meine zeit nicht vollständig zu verplanen, um platz für spontane erlebnisse zuzulassen.

mich hat die weltweite...

Choreograf des Jahres: Marco Goecke

Ein intensiver, forschender, fast brennender Blick in die Augen – dann wirft sie den Kopf voller Schmerz zur Seite und wenig später auch er, in die andere Richtung. «Nachtmerrie» ist nur ein kurzes Duo, aber wieder gibt es bei der Uraufführung am Stuttgarter Ballett so viel Neues in Marco Goeckes Bewegungssprache, für deren Bezeichnung man sich deutschlandweit auf...

Kompanie und Stream des Jahres: Nederlands Dans Theater

Programmatische Premieren. Gleich zu Beginn der Saison 2020/21 titelt Emily Molnar jedenfalls noch hoffnungsvoll einen Abend «Endlessly Free» – und ohne Zweifel spricht die neue Direktorin des Nederlands Dans Theater (NDT) damit den wenigen, noch erlaubten Zuschauern im Zuiderstrandtheater in Den Haag aus dem Herzen. Auch zwei Monate später klingt die Botschaft...