Emilie Mazon

16 Tanzschaffende denken darüber nach, was Heimat für sie persönlich bedeutet

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Der Begriff home wird beschrieben als «der Ort, an dem man dauerhaft lebt, insbesondere als Mitglied einer Familie oder eines Haushalts». Wenn Kinder zu tanzen anfangen, kann ihr home jeder beliebige Ort sein, an dem sie von Eltern oder anderen Verwandten erzogen und versorgt werden: ein Ort, um anzukommen, die Hausaufgaben zu erledigen und gemeinsam mit der Familie Abendessen zu machen.

 

Es ist nicht ungewöhnlich für ambitionierte Ballettschüler, mit 14 oder 15 Jahren all das zu verlassen, was sie als home kennen – Eltern, Freunde, Verwandte, Schule –, um ihren alles bestimmenden Traum von einem Leben als Profitänzer zu verfolgen. Um eine renommierte Ballettschule zu besuchen oder eine, die an die «Traumkompanie» angeschlossen ist. Nach dem Abschluss mit 17 oder 18 Jahren suchen junge Tänzer ihr neues home. Wo es liegt, richtet sich danach, welche Kompanie sie unter Vertrag nimmt. Profitänzer sind gezwungen, schnell erwachsen zu werden. Sie sind oft noch Teenager, wenn sie bereits Geld verdienen und für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Home ist dann weniger Schutzraum denn Notwendigkeit – ein kleines Apartment, Platz zum Schlafen und Ausruhen. Auf Reisen kann ein Hotelzimmer ...

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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Identität, Seite 110
von Emilie Mazon

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