Eine Frage des Stils
Katja Schneider, Sie sind Tanzwissenschaftlerin und Dozentin am Theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München – und Dramaturgin des Festivals «Dance». Für die 15. Ausgabe haben Sie nun ein internationales und fachübergreifendes Symposium konzipiert und greifen im Titel einen Gedanken der französischen Kollegin Laurence Louppe auf: «Das Rauschen unter der Choreografie. Überlegungen zu ‹Stil›» wird am ersten Festivalwochenende das Aufführungsprogramm mit Lecture Performances, Vorträgen und Diskussionen ergänzen.
Warum haben Sie ausgerechnet ein so schwer fassbares Thema wie Stil ausgesucht?
Bisher war es immer so, dass die Symposien, die das Netzwerk «Access to Dance» veranstaltet, von einem tanzwissenschaftlichen Begriff ausgingen und sich dann interdisziplinär erweiterten. Auf diese Weise wollte man ein großes, auch nichtaka demisches Publikum gewinnen. Beim «Stil»-Konzept verlief es genau andersherum. Ich bin in den letzten Monaten immer wieder über den Begriff «Stil» gestolpert. Zum Beispiel in der Wochenendausgabe der «Süddeutschen Zeitung» mit ihrem relativ neuen Buch «Stil». Oder ich entdecke Rubriken wie «Finde den richtigen Stil für dein ...
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Tanz Mai 2017
Rubrik: Traditionen, Seite 52
von Eva-Elisabeth Fischer
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen.
An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts., Tel. +49-6196-228 49
www.ballett-badsoden.de
Bamberg
Tanzwerkstatt
Stätte für Zeitgenössischen Tanz. Nürnberger Straße 108 k, D-96050 Bamberg
Tel....
Newcomer: Osiel Gouneo
In seinem Repertoire findet sich nur ein «Mohr», nämlich der in «Petruschka». Ein farbiger Prinz, ein farbiger Romeo? Der Mann hat all das drauf, was ihn zum Danseur noble wie auch zum Charakterdarsteller empfiehlt. In München war seine braune Haut bisher nicht einmal eine Randnotiz wert. Auch nicht angesichts der Paradoxie, dass in der...
Warum ein «Requiem», und das ausgerechnet in einem Programm, das sich «East» nennt? Zunächst hat das natürlich mit dem Haus zu tun, für das Sidi Larbi Cherkaoui seit 2016 arbeitet. Genauer gesagt: mit dem «Kunsthuis» in Antwerpen und Gent, unter dessen Dach nicht unbedingt aus eigenem Antrieb Oper und Ballett Unterschlupf gefunden haben: eine «Zwangsheirat», sagt...
