Eine Frage des Stils
Katja Schneider, Sie sind Tanzwissenschaftlerin und Dozentin am Theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München – und Dramaturgin des Festivals «Dance». Für die 15. Ausgabe haben Sie nun ein internationales und fachübergreifendes Symposium konzipiert und greifen im Titel einen Gedanken der französischen Kollegin Laurence Louppe auf: «Das Rauschen unter der Choreografie. Überlegungen zu ‹Stil›» wird am ersten Festivalwochenende das Aufführungsprogramm mit Lecture Performances, Vorträgen und Diskussionen ergänzen.
Warum haben Sie ausgerechnet ein so schwer fassbares Thema wie Stil ausgesucht?
Bisher war es immer so, dass die Symposien, die das Netzwerk «Access to Dance» veranstaltet, von einem tanzwissenschaftlichen Begriff ausgingen und sich dann interdisziplinär erweiterten. Auf diese Weise wollte man ein großes, auch nichtaka demisches Publikum gewinnen. Beim «Stil»-Konzept verlief es genau andersherum. Ich bin in den letzten Monaten immer wieder über den Begriff «Stil» gestolpert. Zum Beispiel in der Wochenendausgabe der «Süddeutschen Zeitung» mit ihrem relativ neuen Buch «Stil». Oder ich entdecke Rubriken wie «Finde den richtigen Stil für dein ...
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Tanz Mai 2017
Rubrik: Traditionen, Seite 52
von Eva-Elisabeth Fischer
Wie seit 1865 wirkt Lewis Carrolls skurrile Geschichte natürlich auch heute noch, wenn man nur in aller Unschuld ihren Inhalt nacherzählt, ohne eine zweite Ebene des Unterbewussten oder Unheimlichen einzuziehen. Selbst mit einem winzigen Bruchteil des Budgets, das Christopher Wheeldon 2011 für seine luxuriöse Londoner Inszenierung, die nunmehr auch in München...
Die diesjährigen «Zeitgenössischen Schweizer Tanztage» waren nicht gerade das Highlight im Alltag einer Tanzjournalistin. Ich habe mich Anfang Februar am Schaufenster für Schweizer Tanz in Genf drei Tage lang gelangweilt und mich immer mal wieder gefragt, was wohl sozial verträglicher wäre: Weglaufen oder Powernap. Wummernde Bässe, mal schneller, mal langsamer,...
Schulaufführung: The Contemporaries
Im «Hier und Jetzt» ist die Staatliche Ballettschule Berlin mit Wayne McGregor und Marco Goecke inzwischen angelangt, da verspricht der Untertitel zu «Volume 2» von «The Contemporaries» nicht zu viel. Zwar hat der Meisterchoreograf aus England seine «FAR»-Exzerpte nicht selbst einstudiert, aber das Ballett scheint wie geschaffen...
