Foto: Alwin Poiana
Düsseldorf
Da fehlt eine schlüssige «Choreografie». Das schreibt der Kurator, Projektentwickler und Spezialist für den öffentlichen Raum, Markus Ambach. Und zwar mit Blick aufs Bahnhofsviertel von Düsseldorf. Was da um den zwanziggleisigen Hauptbahnhof herumsteht und architektonisch wuchert, hat nie jemand ein «Viertel» genannt. Es ist einfach «die Bahnhofsgegend». Das klingt nach Warnung, nach Schmuddel und Diebstahlgefahr, aber auch nach Internationalität und: «Da ist was los.
»
Doch die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen begrüßt Bahnfahrer beim Verlassen des Bahnhofsgebäudes Richtung City mit einem Spalier miefender Back- und Würstchenbuden. Sehenswert wird es hier nur, wenn sich mal wieder Scharen von Manga- und Comicfreaks als sorgfältig kostümierte, geschminkte, frisierte, rotweißschwarzpinke Cosplayer auf den Weg machen, wohin auch immer, und das außerhalb der Karnevalszeit. Auf der hinteren Seite bedrängen den Bahnhofszugang Bausünden, in Ambachs Stadtforscherjargon handelt es sich um «monumentale Sackgassenarchitektur mit Angstraumpotenzial».
Kreativzone im Entstehen
Dieses dichte, doch inhaltlich lose Nebeneinander auf beiden Seiten braucht einen Zusammenhang – «Choreografie», ...
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Tanz November 2017
Rubrik: Serie: Freie Szene, Seite 54
von Melanie Suchy
Ausstellung
Eric und Jula Isenburger
Die Wenigsten werden von Anna Jula Elenbogen jemals gehört haben. Auch unter ihrem Künstlernamen Jula Géris ist die Ausdruckstänzerin heutzutage kaum ein Begriff. Allenfalls erinnert man sich der Polin als Muse ihres Mannes Eric Isenburger. Schon während ihrer Ausbildung an der Schule Hellerau-Laxenburg und bei Gertrud Kraus...
Highlights November 2017
Berlin, Hamburg
Nordwind
ist ein sehr spezielles Festival. Es bringt arktische, afrikanische, deutsche und skandinavische Künstler zusammen: So tanzt u. a. das Personal von Constanza Macras «Electrodomestics», co-choreografiert hat Adham Hafez aus Ägypten. Athi-Patra Ruga aus Südafrika zeigt die Uraufführung von «The BEATification of Feral...
Sein Credo ist mehr als nur ein Lippenbekenntnis. «Tanz ist eine Weltsprache», meint Oleg Bessmertni und nimmt dafür seinen «Tanzolymp» als Beweis. Vor 15 Jahren hat er in Berlin diesen Ballettwettbewerb gegründet, den er selbst «Internationales Tanzfestival Berlin» nennt. Das Ein-Mann-Unternehmen sprengt schon immer alle Grenzen, und deshalb wundert es auch nicht...
