Tanzstudien (Kohlezeichnungen), undatiert; Foto: Susanne Fern/Deutsches Tanzarchiv Köln
Die tänzerische Hand
Cherchez la femme! Obwohl zeitlebens unbeweibt, haben im Junggesellen-Leben von Ernst Oppler gleich zwei Frauen eine alles entscheidende Rolle gespielt: die eine eher indirekt, die andere unmittelbar, wenn auch nicht ganz so «intim», wie man aufgrund seiner Bilder vielleicht glauben könnte.
Geschlossene Vorstellung, 1909
Frau Nr. 1: Tilla Durieux. Es werden sich nicht mehr viele Menschen an die österreichische Schauspielerin erinnern können, die 1971 im damaligen West-Berlin verstorben ist.
Schon gar nicht an die junge Schauspielerin, die auch tanzend als Salome in dem gleichnamigen Einakter von Oscar Wilde wahre Triumphe feiert. Möglicherweise auch aus diesem Grund erkennt sie beim allerersten Auftritt des Kaiserlich-Russischen Balletts 1908 in Berlin «ein Können», das ihrer Einnerung nach weit über alles hinausgehe, was man bis dahin erlebt hatte. Begeistert berichtet sie tags darauf ihrem späteren Ehemann, dem Kunsthändler und Verleger Paul Cassirer, von ihrem Eindruck, der so gar nicht der Erwartungshaltung von Kritik und Publikum entspricht. Das Gastspiel droht in jeder Hinsicht ein Debakel zu werden. Auf ihre Bitten hin beschwört Cassirer in seiner Eigenschaft als Sekretär der ...
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Tanz November 2017
Rubrik: Traditionen, Seite 58
von Hartmut Regitz
Ausstellung
Eric und Jula Isenburger
Die Wenigsten werden von Anna Jula Elenbogen jemals gehört haben. Auch unter ihrem Künstlernamen Jula Géris ist die Ausdruckstänzerin heutzutage kaum ein Begriff. Allenfalls erinnert man sich der Polin als Muse ihres Mannes Eric Isenburger. Schon während ihrer Ausbildung an der Schule Hellerau-Laxenburg und bei Gertrud Kraus...
Highlights November 2017
Berlin, Hamburg
Nordwind
ist ein sehr spezielles Festival. Es bringt arktische, afrikanische, deutsche und skandinavische Künstler zusammen: So tanzt u. a. das Personal von Constanza Macras «Electrodomestics», co-choreografiert hat Adham Hafez aus Ägypten. Athi-Patra Ruga aus Südafrika zeigt die Uraufführung von «The BEATification of Feral...
Sein Credo ist mehr als nur ein Lippenbekenntnis. «Tanz ist eine Weltsprache», meint Oleg Bessmertni und nimmt dafür seinen «Tanzolymp» als Beweis. Vor 15 Jahren hat er in Berlin diesen Ballettwettbewerb gegründet, den er selbst «Internationales Tanzfestival Berlin» nennt. Das Ein-Mann-Unternehmen sprengt schon immer alle Grenzen, und deshalb wundert es auch nicht...
