dortmund: xin peng wang «fantasia»
Die Märchenerzähler unter den Choreografen sind rar geworden. In Dortmund versucht einer, die Narration auf der Ballettbühne zu reanimieren. Xin Peng Wang will im Ruhrpott eine Geschichtenenklave für den Tanz positionieren und sich so vor allem gegen den starken Konkurrenten in Düsseldorf/Duisburg, Martin Schläpfer, profilieren.
Mit Christian Baier hat man hier einen Dramaturgen verpflichtet, der sich auch als Schriftsteller versteht und gern schon mal die ganz große Literatur auseinandernimmt, um sie balletttauglich aufzubereiten: «Hamlet», Lew Tolstois «Krieg und Frieden», Milan Kundera – und nach diesen klangvollen Namen nun: Christian Baier höchstselbst.
Wang, immerhin Chinese, hat sich einen Drachen gewünscht, und Baier hat darüber fabuliert. Herausgekommen ist: «Fantasia», ein «Ballettmärchen für die ganze Familie». Mit einer behinderten Hauptfigur Alicia, die dank Fee durch ein Traumreich tanzt, den Wang’schen Drachen besiegt und einen Liebsten findet. So weit die Story, so konventionell und von Baier noch durch ein paar krude Kapriolen verkompliziert: Der Drache ist in Wahrheit ihr behinderter Freund, der sich an einer ihn diskriminierenden Menschheit rächt und als ...
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Tanz Januar 2012
Rubrik: kalender und kritik, Seite 38
von Nicole Strecker
Daniel Dobbels, Sie haben untersucht, wie Choreografen sich im 20. Jahrhundert von Traditionen befreiten, nach neuen Körperbildern suchten und dabei der modernen Kunst begegneten. Die Beziehung des Tanzes zur bildenden Kunst ist weit intensiver als jene zur Musik. Der fruchtbarste Dialog zwischen modernem Tanz, Malerei und Bildhauerei entwickelte sich zwischen 1910...
deutschland
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Aterballetto mit Stücken von Mauro Bigonzetti, «Come un respiro», «Le sacre» oder «InCanto dall’Orlando furioso»: Lörrach, Burghof,
19. Jan.; Friedrichshafen, Graf-Zeppelin-Haus, 21. Jan.; Aschaffenburg, Stadthalle am Schloss, 24. Jan.; Ludwigshafen, Theater im Pfalzbau, 27., 28. Jan.; Bonn, Theater, 31. Jan.; Leverkusen, Forum, 2. Febr.;...
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