Die Flugschülerin
Mit Berliner Historie im Kopf ließe sich fragen, ob da wohl etwas zusammenwächst, was zusammengehört. Zwischen Sasha Waltz, Schubert und Ballett. Es geschah nicht in Berlin, sondern in Lyon, dass Waltz in der Folge von «Impromptus» Schubert eine «Fantasie» entlockt. Eine Art Impromptu war es auch, sich erstmals ohne sasha waltz & guests in eine Kreation zu stürzen. Sie kam als Gast ans Ballet de l’Opéra de Lyon. Die Erfahrung mag als zweiter Wendepunkt nach ihren Berliner «Impromptus» in ihre Geschichte eingehen.
In Frankreich war es ein Nicht-Ereignis.
Was wohl auch daran liegt, dass die «Fantasie» in f-moll sich in einem Abendprogramm des Opernballetts versteckte, zwischen Anne Teresa De Keersmaeker und Maguy Marin. Wobei der Vierteiler, getanzt vom Lyoner Opernballett, wiederum Teil eines von Opéra-Chef Yorgos Loukos ausgerufenen Festivals mit Werken der drei Damen und deren Kompanien war («Jeux de dames»). Vielleicht lag es an dem verwirrenden Programm, dass wenig Tinte floss. Dabei sind schon die ersten Momente des Zwanzigminüters eine Diskussion wert.
Obwohl in spärliches Licht getaucht und fast an die Bühnenrückwand gestellt, mutet ein burleskes Duell wie der Kampf zweier ...
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