Der Faust
Alexander Ekman erhält den diesjährigen Theaterpreis des Deutschen Bühnenvereins, «DER FAUST» für seine an der Dresdner Semperoper entstandene Produktion «COW» (tanz 4/16), eine elegant durch Stile und Epochen stolpernde Eloge auf das Rindvieh im Menschen. Die Wahl fiel natürlich nicht deshalb auf Ekman, weil er verwandt wäre mit Gösta Ekman, dem Protagonisten des Titelhelden in Murnaus Filmopus «Faust» von 1926.
Sie fiel auf den Schweden, weil er mit viel Sinn für Humor und Timing für frischen Wind in der hiesigen Ballettszene sorgt, auch wenn mancher Kritiker vor seinen Kühen mephistophelisch die Nase rümpfte: «Wer will sich mit den Narrn befassen?»
Bei der Verleihung im Theater Freiburg wurde Aloalii Naughton Tapu als bester Tanzdarsteller geehrt – wobei Darsteller kein rechtes Wort ist. In «Urban Soul Café» tanzt Tapu sein eigenes Leben und seine Hip-Hop-Karriere und stand dabei offenbar unter besonderer Beobachtung des Bühnenvereins. Tapus Choreograf Christoph Winkler erhielt bereits 2014 den «FAUST» für ein ebenfalls am Ballhaus Ost in Berlin entstandenes Werk. So wurde der Arbeitgeberverband der Theater und Orchester in diesem freien Theaterkleinod noch einmal fündig. ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Menschen, Seite 31
von Arnd Wesemann
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«Alles, was zählt, ist Neugier.» Bonnie Bainbridge Cohen sagt‘s und lockt in die Historie des Wachsens und Werdens. «Fühle die Form, begreife die Geschichte und den Flow» – und schon wirst du hineingesogen in eine Welt der Wunder: die Entstehung und Transformation der ureigenen Existenz. Da jede Zelle bei ihrer Entstehung mit einem persönlichen Marker...
Sie wollen am Goethe-Gymnasium in Regensburg den Tanz im Lehrplan verankern, warum?
Bewegung und Lernen gehören zusammen. Das ist auch wissenschaftlich bewiesen. Da es Tanz als Unterrichtsfach in Bayern nicht gibt, habe ich zusammen mit unserem Deutschlehrer Stephan Roggenbuck ein Curriculum für unsere Tanzklassen am Goethe-Gymnasium entwickelt. Das Tanzen in...
