Coburg: «Secret Affairs»
Eigentlich sollte es eine «Queen´s Night» werden. Ballettchef Marc McClain wollte mit seiner Kompanie einen Abend zur Musik der Rockgruppe Queen auf die Bühne bringen. Daraus wurde nichts, die Rechte für die Verwendung der Musik wurden ihm nicht gewährt. Stattdessen gibt es nun den dreiteiligen Abend «Secret Affairs» zu Musik von Mozart, von Frangis Ali-Sade für das Kronos Quartet und Beatles-Hits, diese in den eigenwilligen Arrangements von Leo Brouwer und Per Arne Glorvigen für Gitarre, Bandoneon und Orchester.
Keine Spur des Anflugs einer Notlösung.
Fünf Tänzerinnen und vier Tänzer geben jedem der Stücke besondere Akzente. Das macht den Abend zu einem Beweis, dass auch eine kleine Kompanie gewinnt, wenn sie sich großen Anforderungen stellt. Zu Mozarts d-Moll Klavierkonzert fordert Ballettmeisterin Tara Yipp in «Concerto» artistische Präsenz und Humor, wenn die in Frack und Unterwäsche verpackten Tänzer auf rollenden Hockern als Mitglieder eines Orchesters durch die Partitur pesen. Eun Kyung Chung, erst selbstverliebte Solistin an den imaginären Tasten, befreit sich in der Kadenz des ersten Satzes aus den Zwängen der Reproduktion. In einer stimmungsvollen Romanze präsentiert ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 36
von Boris Gruhl
screening: dance on screen in wuppertal
Das Best-of aus der Kunst des Tanzfilms der letzten fünf Jahre wird erstmals am Wuppertaler Kulturzentrum «die börse» präsentiert. Die Schirmherrschaft hat der Tänzer Paul White vom Tanztheater Wuppertal, der schon in seiner Heimat Sydney gern Tanzfilme gezeigt hat. Zurück geht die Initiative auf einen neuen Verein. Schöner...
Nelisiwe Xaba stammt aus Soweto nahe Johannesburg in Südafrika. Vor einem Jahr war sie zu Gast im Schwarzwald. So wie sonst Europäer zu den rot gewandeten Massai nach Kenia reisen, erlebte Xaba hier, wie alemannische Ureinwohner schreckliche Stammestänze zelebrierten, die sie «Fasnet» nennen. Sie erlebte den Mummenschanz und sah grausig tanzende Masken. In den...
Julyen Hamilton, Sie sind Tänzer, Choreograf und Dichter und haben sich die spontanste Form unter den Künsten zum Beruf gemacht. Mit Ihrer Improvisations-Methode reisen Sie seit 40 Jahren um die Welt.
Tatsächlich ist es so, dass ich gar keine Methode entwickelt habe. Ich habe lediglich meine Interessen praktiziert und verfeinert, als Performer und...
