cannes
Er hat sein heimisches Feld bestens bestellt und kann nun die Früchte seines kreativen Reifeprozesses ernten, auch in Fernost: Nach Arbeiten für das «Helsinki Festival» («Morphed», tanz 5/15) und einer innovativen Inszenierung von Jean Sibelius’ «Kullervo» an der Nationaloper Helsinki ist der Choreograf Tero Saarinen einer Einladung der Saitama Dance Association gefolgt und hat das Stück «Mesh» für japanische Tänzer choreografiert.
Seine jüngste Kreation «Vortex» hat Saarinen 25 koreanischen Tänzern der National Dance Company of Korea auf den Leib geschneidert: Zum ersten Mal in ihrer 52-jährigen Geschichte hat sich die Truppe einem Nichtkoreaner anvertraut.
Zuvor hatte der 51-jährige Finne mit repräsentativen Arbeiten wie «Hunt» und «Petrushka» seine Visitenkarte in Korea hinterlegt und war dort rasch zu einem der beliebtesten europäischen Choreografen avanciert. Für «Vortex» führt Saarinen nun die Erfahrungen aus seiner Beschäftigung mit diversen Tanzstilen ins Feld und fusioniert diese mit charakteristischen Elementen des klassischen koreanischen Tanzes, etwa mit dessen kraftvollen, visuell eindrücklichen Luftsprüngen. Zur Live-Musik von Be-being, einem für seine originellen ...
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Tanz November 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 44
von Akiko Tachiki
Bei der Uraufführung, die das HR-Fernsehen im Frankfurter Theater am Turm für die Ewigkeit mitschnitt, holten die vier Schauspieler am Ende den Autor auf die Bühne. Der dünne Typ mit halblangen Haaren und Sonnenbrille setzte sich auf die Bühnenkante und hob die Arme wie ein Chordirigent. Lauter! Alle miteinander! Das Publikum applaudierte und buhte, strömte eilig...
Seit dieser Spielzeit bekleidet er den Posten des Ballettdirektors und Chefchoreografen an der Oper Graz, in der Nachfolge von Darrel Toulon. Es ist der Morgen am Tag seiner ersten Premiere. Mit «Der Liebe Schlaf», einer «Dornröschen»-Adaption für sein 17-köpfiges Ensemble, wird sich Jörg Weinöhl am Abend dem Publikum in der Steiermark vorstellen. Derzeit sind es...
In jedem größeren Ort mindestens eine kunsthistorisch bedeutsame Kirche, in jeder halbwegs traditionsbewussten Stadt ein eminentes Museum, und oft genug selbst in der kleinsten Kapelle am Wegesrand noch ein Fresko, das man gesehen haben muss: Italien ist ein Land der Kultur, eine Kulturmarke. Und trägt schwer daran. Seit über zwei Jahrzehnten ist klar, dass der...
